Gottesdienst in der Drachenhöhle

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„Bauleute einer lebenswerten Stadt“ war das Thema des Gottesdienstes, zu dessen räumlicher Darstellung alle Gemeindegruppen einen Baustein gestaltet und ihn zu einem großen Ganzen zusammengepuzzelt hatten. Dabei wurde Dorothea Hain (Bildmitte) von Diözesankurat Christian Stamm ( Zweiter von rechts) zur neuen Kuratin der Pfadfinder ernannt.

Urberach - (chz) Zeltgottesdienst auf dem Pfadfindergelände Richtung Messel: Bauarbeiter drängten sich durch die Besucherreihen, sperrten mit gestreiftem Flatterband den Mittelteil des Zeltes ab und stellten am Altar ein Baustellenschild auf.

Dieser eher ungewöhnliche Gottesdienstbeginn führte die Gäste spielerisch zum Thema des Georgsgottesdienstes der Urberacher Pfadfinderschaft St. Georg hin: „Bauleute einer lebenswerten Stadt“.

Die rund 100 Gäste im überdimensionalen Zeltgebilde aus Pfadfinderjurten erlebten einen ganz besonderer Gottesdienst, der vermittelte, dass einer allein es nicht schafft und nur gemeinsam gut gebaut wird. Entsprechend hatten in liebevoller Heimarbeit Gemeindegruppen, von den Messdienern bis zum Kirchenchor und von den Krabbelgruppen bis zum Pfarrgemeinderat, je einen riesigen Karton-Baustein gestaltet, die nun am Altar von allen Vertretern der Gruppen zum großen Haus Kirche zusammengepuzzelt wurden.

Kirche aus lebendigen Bausteinen gebaut - lebendige Bausteine sind auch die Pfadfinder im großen Gemeinde-Haus; dabei werden sie von so genannten Kuraten in christlichen Fragen geistlich begleitet. Nach siebenjähriger Amtszeit wurde im Zeltgottesdienst Gemeindereferentin Edelgard Gardt als Kuratin des Stammes verabschiedet. Zum Dank bekam sie ein handgearbeitetes Halstuch mit dem Kuratenkreuz zur Erinnerung überreicht.

Anschließend ernannte Diözesankurat Christian Stamm, der extra aus Mainz angereist war, Dorothea Hain per bischöflichem Dekret für drei Jahre zur neuen Kuratin.

Infos zum Diözesanlager unter: http://www.mut-tut-gut-2009.de

Infos zum Projekt "72 Stunden ohne Kompromisse" unter: http://www.72stunden.de 

Gemeinsam mit Pfarrer Klaus Gaebler feierte die Zeltgemeinde anschließend Kommunion, während vor dem Zelt schon ein Lagerabend vorbereitet wurde. Das große schwarze Zelt, das noch am selben Abend auf den Namen Drachenhöhle getauft wurde, war unter Mithilfe der Pfadfinder vom Stamm St. Martin aus Dietzenbach aufgebaut worden. Es bietet einen Vorgeschmack auf das Diözesanlager in Schwangau mit dem Lagermotto „Gegen die Drachen unserer Zeit“, bei dem es eine Woche als Treffpunkt für rund 1 000 Pfadfinder stehen wird.

Nächste große Veranstaltung ist die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“, deren Auftaktveranstaltung am heutigen Donnerstag, 7. Mai, um 17 Uhr in Dietzenbach beginnt. 72 Stunden dauert daran anschließend die Aktionsphase, zu der die Pfadfinder auf viele Helfer hoffen.

„72 Stunden ohne Kompromiss“ ist der Titel einer Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend BDKJ, bei der alle Aktionsgruppen eine gemeinnützige Aufgabe erhalten, die sie innerhalb von 72 Stunden bewältigen müssen.

Quelle: op-online.de

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