Gottesmaschine oder Teufelswerk?

Ober-Roden ‐ Die mit 27 Kilometern Umfang sicherlich größte und angeblich präziseste Maschine der Welt stellt der Physiker Prof. Dr. Siegfried Bethke am Montag, 7. Dezember, in der Kulturhalle vor. Um 18.30 Uhr beginnt dort der zehnte Rödermärker Hochschultag von Nell-Breuning-Schule und Stadt. Von Michael Loew

Im Mittelpunkt der Gemeinschaftsveranstaltung steht der Large Hadron Collider (LHC), ein gigantischer unterirdischer Teilchenbeschleuniger. Das Europäische Zentrum für Teilchenphysik (CERN) in Genf erwartet vom LHC Antworten auf einige der brennendsten und fundamentalsten Fragen der Physik. Für seine Befürworter ist er größte und komplexeste wissenschaftliche Projekt, das jemals auf der Erde realisiert worden ist. 6 000 Wissenschaftler aus aller Welt hoffen auf Erkenntnisse über den Urknall, die Entstehung unseres Universums.

Skeptiker der Milliarden-Maschine befürchten nicht beherrschbare Folgen der Technik: Im LHC werden Protonen - das sind die Kerne des leichtesten Atoms (Wasserstoff) - auf nahezu Lichtgeschwindigkeit und damit auf bisher unerreichte Energien beschleunigt. Der Teilchenbeschleuniger musste Ende 2008 bereits nach kurzer Betriebsdauer wegen technischer Probleme abgeschaltet werden. Nach einjähriger Reparatur erfolgte am 20. November der Neustart. Die ersten Experimente sollen ab Januar 2010 durchgeführt werden. Prof. Bethke will das wissenschaftliche Potenzial des LHC-Projekts darstellen und anschließend mit den Zuhörern diskutieren.

Der zehnte 10. Hochschultag markiert den wissenschaftlichen Höhepunkt des laufenden Projekts des Profils Naturphilosophie an der NBS. Es trägt den provokanten Titel „A Bigger Bang - LHC: Gottesmaschine oder Teufelswerk?“.

Quelle: op-online.de

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