Grabsteine sind manchmal ein Unfallrisiko

Rödermark (bp) - Die Arbeiten einer Firma auf den Rödermärker Friedhöfen könnten in den nächsten Tagen Irritationen unter Besuchern auslösen.

Aber versuchte Sachbeschädigung oder Pietätlosigkeit liegen nicht vor, wenn die Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Unternehmens demnächst die Grabsteine auf ihre Standfestigkeit prüfen. Unfallverhütungsvorschriften der Gartenbau-Berufsgenossenschaft verpflichten die Stadt gesetzlich zu dieser Prozedur.

„Es geschieht leider recht häufig, dass Grabsteine umstürzen und dadurch auch Personen zu Schaden kommen. Dies kann Folge von Witterungseinflüssen oder auch von Senkungen des Erdreichs nach dem Zusammenbrechen von Särgen sein. Die Unfallverhütungsvorschriften für Friedhöfe sollen deshalb Sorge dafür tragen, dass die Sicherheit sowohl für auf dem Friedhof beschäftigte Personen als auch für Besucher gewährleistet ist. Besondere Gefährdung besteht für Kinder und ältere Menschen, da diese oftmals Halt durch Abstützen an den Grabmalen suchen“, erläutert die Stadt in einer Pressemitteilung.

Die Grabmale werden vom 23. bis 27. April geprüft. Das geschieht nach einem penibel festgelegten Verfahren. „Die Annahme, die Überprüfung werde durch Hin- und Herrütteln vorgenommen und die Grabsteine würden losgerissen, ist falsch. Die Lasten werden durch ein spezielles Prüfgerät über einen Zeitraum von zwei Sekunden kontinuierlich aufgebracht (keine Rüttelprobe)“, gibt die Stadt Entwarnung: „Hierdurch werden willkürliche Zerstörungen unterbunden.“ Grabmale, die den Vorschriften nicht entsprechen, erhalten einen Warnaufkleber. „Ist Gefahr in Verzug, wird das Grabmal gesichert oder gegebenenfalls umgelegt.“ Die Nutzungsberechtigten haften laut Stadtverwaltung für eventuelle Schäden in vollem Umfang.

Quelle: op-online.de

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