Ehrungen, Zaubern und Kutschfahrten

Große Familie der Brandschützer

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Nicht mit dem kraftvollen Einsatzfahrzeug, sondern mit nur zwei Pferdestärken konnten sich Kinder und Mitglieder der Jugendwehr beim Familientag rund um die Feuerwache fahren lassen.

Ober-Roden - Der Familientag der Feuerwehr verband Spaß mit angenehmer Pflicht. Spaß machten die Kutschfahrten, und die Ehrungen würdigten die Verdienste treuer Mitglieder.

Der alljährliche Familientag ist für die Verantwortlichen der örtlichen Brandschützer stets eine Möglichkeit, sich bei ihren Ehreamtlichen und vor allem auch bei deren Familien für die oft zeitraubenden Einsätze zu bedanken. „Aber dieses Jahr ist alles ein bisschen komisch“, schmunzelte der zuständige Erste Stadtrat Jörg Rotter als Vertreter des Magistrats bei den Ehrungen. „Der Gottesdienst war diesmal freitags und erstmalig ökumenisch gestaltet, das bisherige Sonntagsprogramm ist dieses Mal samstags, der Herbert Weber fotografiert und seine Frau Birgit hält stattdessen die Rede, und außerdem ehren wir sogar Orwischer – alles ist anders!“

Tatsächlich war diesmal der Samstag zum Dankeschön auserkoren worden. Mit einem Glas Sekt ging’s los, mit Kaffee und Kuchen ging’s weiter, und auch die Kinder und Jugendlichen kamen nicht zu kurz. Mit Pferden und Kutsche ging’s mal nicht mit Sirene und Blaulicht, sondern mit zwei PS durch die Natur. Und zur besseren Verdauung gab’s beim Abendessen zwischen Vorspeise und Hauptgericht auch noch eine Zauberschau als Zwischengang – ein buntes und geselliges Programm als Dank für viele Stunden, die Ober-Rodens Wehrleute für den Schutz der Allgemeinheit opfern. Sechs Mitglieder der Urberacher Einsatzkräfte waren zum persönlichen Service eingeteilt – im Austausch mit dem kommenden Wochenende, wenn die Ober-Röder beim Urberacher Feuerwehrfest rund um die Wache am Festplatz aushelfen. „Das machen wir im Austausch, damit die Leute, die das ganze Jahr über arbeiten, wenigstens am Familientag mal bedient werden“, begründen beide Gruppen ihre grenzüberschreitende Hilfe.

Neue in der Einsatzabteilung, im Verein oder in der Damengruppe, dazu die teilweise für langjährige Treue zur Ober-Röder Wehr Geehrten sowie die Verantwortlichen aus Kreis, Stadt und Ober-Röder Wehr stellten sich zwischen Kaffee und Abendessen zum Gruppenbild mit Einsatzfahrzeug.

Im Wechsel ehrten Wehrführer Thomas Braun und Birgit Weber, seit letztem Jahr Vorsitzende des Feuerwehrvereins, teilweise langjährige Mitglieder. Unterstützt wurden sie bei den staatlichen Ehrungen vom stellvertretenden Kreisbrandinspektor Thomas Peters. Zwei neue Mitglieder waren in die Jugendabteilung aufgenommen worden; mit Andreas Bauer und der aus Urberach hergezogene Matthias Göbel kamen auch zwei Neue in die Einsatzabteilung. Neu im Verein ist Karsten Voigt. Edgar Schrod, Axel Prenzel und Franz Keck wurden aus der aktiven Einsatzabteilung in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen – teils aufgrund des bevorstehenden 60. Geburtstags, teils auf eigenen Wunsch. Neues gab’s auch bei der Damengruppe. Auch hier waren drei Neuzugänge zu vermelden.

Anerkennungsprämien für 10, 20 und 30 Jahre aktiven Dienst in der Wehr bekamen Nicolas Spieß, Jan Neuner und Stephan Muchow, für 40 Jahre sogar wurden Peter Gotta und Franz Keck mit Prämien von der Stadt geehrt. Die staatlichen Ehrungen durch den Kreisvertreter, die Wehrführung und den Verein galten Bernd Sölch für 25 Jahre und Jan Neuner für mittlerweile 27 Jahre aktive Mitarbeit, dazu vier „Urgesteine“ mit Heinz Hitzel, Erich Rauck und Toni Rebel mit jeweils 60 Jahren bei der Ober-Röder Wehr sowie der mittlerweile 88-jährige Karl Weber für 70 Jahre Treue zur Wehr.

Wie werde ich Feuerwehrmann/frau?

„Ihr alle habt sehr früh Verantwortung übernommen und habt alle auch nach eurem aktiven Dienst eure Kameradinnen und Kameraden intensiv unterstützt, mit Verpflegung versorgt und vieles mehr“, dankte ihnen die Vereinsvorsitzende. Unterstützt wurde sie dabei von Thomas Peters als Vertreter für Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann: „In Ober-Roden ist die Feuerwehrfamilie wirklich eine Familie. Das ist auch heute hier ganz toll, wo ihr teilweise mit Kindern und Enkeln da seid. Und es ist gut zu wissen, dass bei der Gruppe Feuerwehrleute dabei sind, die auf jahrelange ehrenamtliche Arbeit zurückblicken.“

Einen guten Tipp für alle Kollegen hatte Vereinsvorsitzende Birgit Weber noch mit Blick auf Karl Weber: „Wenn man irgendetwas von der Feuerwehr Ober-Roden wissen will, muss man nur den Karl fragen! Der weiß alles!“ (chz)

Quelle: op-online.de

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