Den Großen zeigen, wo es lang geht

Rödermark (lö) - Die großen privaten Telekommunikations-Unternehmen stehen beim Ausbau des Glasfasernetzes seit Jahren auf der Bremse, die Rödermärker schnecken deshalb durchs Internet. Jetzt setzt die Stadt auf einen öffentlich-rechtlichen Anbieter.

Zusammen mit dem Odenwaldkreis (beziehungsweise seiner Tochtergesellschaft Brenergo GmbH) arbeitet sie gerade mit Hochdruck am Finanzierungskonzept. Die Brenergo GmbH kann als Vorbild in Sachen Breitbandausbau bundesweit bezeichnet werden: Im Odenwald hat sie 20 Millionen Euro investiert und ein Glasfasernetz verlegt, das auch riesige Datenmengen schnell transportiert. Dort ist eine Übertragungsrate von 50 Mbit pro Sekunde möglich. Zum Vergleich: Im Breidert oder in Waldacker können Computernutzer Texte, Bilder oder Filme mit gerade einmal 1,5 Mbit/Sekunde herunterladen.

Parallel zu den Verhandlungen startet die Stadt nun eine an Wirtschaft und Einwohner gerichtete Fragebogenaktion, die belegen soll, wo genau die Lücken sind. Hierzu hat sie einen Fragebogen entworfen, auf dem die Teilnehmer die aktuelle Situation sowie den Bedarf ermitteln sollen. Die Umfrage soll Klarheit bringen, welche Übertragungsraten zur Verfügung stehen, wie die Rödermärker ihren Internet-Anschluss nutzen und ob sie zum Anbieterwechsel bereit sind.

Der Fragebogen wird in Papierform über die Schulen, städtische Kindergärten und -horte, das IC Rödermark und natürlich die Rathäuser verteilt. Eine Online-Version kann auch auf der Homepage der Stadt heruntergeladen werden. Die Fragebogenaktion läuft bis 31. Dezember.

Das Projekt Breitbandausbau ist bei der Technikunterstützten Informationsverarbeitung (TuI) der Stadt angesiedelt. Weitere Informationen erhalten Bürger bei Florian Mieth, Tel.:  06074 911-335, oder Ralph Steiner, Tel.:  911-330, oder per E-Mail unter breitband@roedermark.de.

Quelle: op-online.de

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