Waldackerer hübschen ihr Wohnquartier auf

Gute Ideen für den Straßenrand

+
Ganz praktische Quartiersarbeit in Waldacker: gemeinsam verschönen Mitglieder der Gruppe den Ortseingang im Rahmen der angebotenen Grünflächen-Patenschaften.

Waldacker - Die Stadt Rödermark bietet Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Wohnumfeld verschönern wollen, eine Grünpatenschaft für öffentliche Plätze im Stadtgebiet an.

Alle vier bisherigen Quartiersinitiativen im Ober-Röder Ortskern, im Breidert, in Waldacker und in Urberach nehmen diese Option wahr. Es wird herausgeputzt, was Hände und Besen her geben.

So waren in den letzten Wochen an der B 459 in Waldacker regelmäßig viele Stunden lang Heinzelmänner und Heinzelfrauen aktiv. Sie haben gemessen und gezeichnet, gegraben und planiert, gerecht und gegossen, gepflanzt und gesät, um den Grünstreifen am Ortseingang von Ober-Roden kommend zu verschönern. Die Quartiersgruppe Waldacker hatte schon während der Umbauphase der Bundesstraße versprochen, sich in Eigenregie mit städtischer Unterstützung darum zu kümmern. Eine Grün-AG hatte sich im Vorfeld intensiv über die Vereinbarungen und Leistungen seitens der Stadt beim Leiter der Fachabteilung Umwelt informiert. Dazu gehören das Ausheben der Pflanzflächen, die Anlieferung der Pflanzerde, mehrmaliges Bewässern, zweimal jährliches Mähen sowie beratende Unterstützung.

Was etwas nach Hühnerfüttern aussieht, ist das Streuen der „NABU-Wildblumenmischung“ auf das frisch vorbereitete Gelände am Ortseingang von Waldacker: hier von Arbeitskreis-Mitglied Klaus Huthmann.

Erster Schritt seitens der Stadt war die Pflanzung eines neuen Tannenbaums – im Vergleich zu den eigens aufgestellten Christbäumen der letzten Adventszeiten zwar noch ein echter Winzling, aber jeder beim Pflanzen Beteiligte versprach mutig, dass auch er einmal groß und stark wird. Die gesamte Pflanzinsel zwischen der Straße „Am Buchrain“ und der Linde (Richtung Bushaltestelle) wurde anschließend vom Arbeitskreis um Marisa Haring, Klaus Huthmann, Familie Walter, Theo Frieß und Johannes Ohnesorg für die Einsaat vorbereitet. Pflanzinseln wurden abgesteckt und für die Bepflanzung mit pflegeleichten Stauden vorbereitet, die vom Gärtner Büttner und vom Waldackerer „Immergrün Geipel“ aus eigenen Beständen gesponsert werden. Auch der KUKA-Gartenbau-Service hat praktischen Rat zugesagt.

NABU-Mitglied Verena Henschler brachte viele Dosen der eigens zusammengestellten „NABU-Samenmischung“ für niedrige Wildblumen, vermengt mit Samen aus der Waldackerer Heidelandschaft, als Spende des NABU vorbei und half bei der Aussaat mit. Ein Anwohner stellt für die nächste Zeit nach dem Einbau eines gesonderten Wasserzählers seine Wasserleitung zur Verfügung. Die Quartiersmitarbeiter stellen nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch ihr Handwerkszeug bereit – so etwa die von Klaus Huthmann selbst entworfene Walze aus alten Rasenmäherreifen und einem Abflussrohr, gefüllt mit wassergefüllten Dosen und ähnlichem beschwerenden Material, die beim Anwalzen der Erde und der Samen gute Dienste leistete. Einzig ein Streifen von etwa eineinhalb Metern direkt neben der B459 musste als sogenannte Bankette frei bleiben und muss des Öfteren gemäht werden – eine Forderung von Hessen Mobil, das für die Straße zuständig ist.

Der nächste Schritt neben dem täglichen Betreuen der frisch eingesäten Fläche steht nun bevor: die Auswahl und Beschaffung der Staudenbegrünung. Da die Quartiersgruppe zwar mit großem Eifer und viel Eigenleistung ans Werk geht, aber selbst keinerlei finanzielle Mittel zur Verfügung hat, ist sie für Spenden immer dankbar: unter waldacker-soll-bluehen@quartier-waldacker.de oder s  0163 7025448. Weitere Infos gibt’s auf der Homepage der Initiative unter www.quartier-waldacker.de.

chz

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare