Wenn Erfolg zur Gefahr wird

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Gerade der Erfolg stellt die Zukunft des Kulturfests im Zentrum von Urberach in Frage.

Urberach ‐ Zahlreiche Besucher genossen am Samstag das Kleinkunstfestival „Häfner Open“ des Alternativen Zentrums Rödermark. Doch gerade der Erfolg stellt die Zukunft des Kulturfests im Zentrum von Urberach in Frage. Warum? Von Christine Ziesecke

Feines kleines Straßentheater eröffnete am Samstagnachmittag unter einem traumhaften weiß-blauen Himmel das diesjährige AZ-Freiluftfestival „Häfner Open“ – mitten in der Stadt und kostenlos. So köstlich wie ihr Name „Jacques und Omelette“ waren auch die witzigen Eskapaden der beiden, die durchaus ansprechend das kleine und große Publikum mit einbezogen in ihre Geschichte rund um ein klapperiges altes Gefährt.

Weitere Eindrücke vom Kleinkunstfest:

„Häfner Open“ in Urberach

Ein echter musikalischer Knaller rundete das bunt gemischte Festival ab: „Los Dos Y Companeros“ – zehn Mann voller Power, musikalischem Können und unbändigem Spaß an der Musik.

AZ-Chef Lothar Rickert strahlt am späten Abend vor Zufriedenheit, auch wenn ihm bewusst ist, dass das Alternative Zentrum bei dem kostenlosen Event trotz der Unterstützung durch mehrere Sponsoren wie etwa Stadt, Sparkasse Dieburg oder „Kultursommer Südhessen“ auf einigen tausend Euro Minus sitzen bleiben wird. „Aber das ist es uns wert, weil wir das ja als unseren freiwillig übernommenen Kulturauftrag betrachten: kostenpflichtige Theater- und Musikveranstaltungen und jeweils kostenlose Open Airs anzubieten.“ Auch die Frage der Anwohnerschaft, die nicht begeistert von den Open Air-Veranstaltungen vor der Kelterscheune ist und dies auch zum Ausdruck bringt, muss geklärt werden – schließlich opfert kein ehrenamtlicher Helfer gerne seine Freizeit und muss sich dann noch dafür rechtfertigen. Auf das Festival 2012 darf man also gespannt sein – 2010 war es jedenfalls ein großes buntes Fest für alle, die sich dieses kostenlose Vergnügen gegönnt haben.

Quelle: op-online.de

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