Hämmern und Sägen sind die Hits

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Der absolute Renner am Eröffnungstag ebenso wie am Tag danach: alles was mit Hammer und Säge zu tun hatte. Im Nu entstanden Wände im Kinderhaus oder Tische und Stühle. Der Verein bittet die Bevölkerung um Werkzeugspenden. Fotos:

Urberach - In knapp zwei Jahren ist aus einer tollen Idee eine mit Leben gefüllte Einrichtung geworden: Die Kinder- und Jugendfarm wurde am Freitag Nachmittag am Oberwiesenweg eröffnet. Großen Anteil an dem schnellen Start haben die Pfadfinder durch den grundlegenden Aufbau bei der 72-Stunden-Ehrenamtsaktion. +++ Fotostrecke +++ Von Christine Ziesecke

Dennoch ist auch der kommunalpolitischen und juristischen Umsetzung ein ungewöhnlich rascher Erfolg beschieden gewesen. „Es ist eine fantastische Leistung des Vereinsvorstandes, des Bürgermeisters, der Verwaltung sowie aller anderen fleißigen Helferinnen und Helfer gewesen, dass in weniger als anderthalb Jahren nach Vereinsgründung heute die Jugendfarm starten kann. Die ‚Dreieichhörnchen‘ brauchten dazu zehn Jahre“, gratulierte Willy Juch, der Vorsitzende des Hessischen Arbeitskreises Kinder- und Jugendfarmen und Leiter der benachbarten „Dreieichhörnchen“. Nach Dreieich, Darmstadt, Oestrich-Winkel, Wiesbaden und Langen besitzt Rödermark nun die sechste Farm in Hessen.

Nach einem kurzen Rückblick auf die Entwicklungsgeschichte der Farm übergab Bürgermeister Roland Kern zwei Gießkannen als Eröffnungsmitbringsel an Vereinsvorsitzender Thilo Macharowsky. Der bedankte sich mit einer Sonnenblume und begrüßte mit dem Ehepaar Gendaschek auch Vertreter des benachbarten Kleingärtnervereins Erlenwald, der Wasser und Strom für die Eröffnungsfeier zur Verfügung gestellt hatte. Er erinnerte auch daran, dass derzeit 30 Vereinmitglieder die Farm noch nicht sichern, sondern mehr Mitglieder benötigt werden, auch um die professionelle Arbeit auszubauen.

Garantiert ohne Grillanzünder weihte Stephanie Grabs gemeinsam mit vielen Kindern die Feuerstelle ein – dafür mit Holzspänen, Heu, etwas Papier und einem Streichholz.

Eine Sonnenblume gab es auch für Stephanie Grabs, die zunächst verantwortlich für den so genannten „Regelbetrieb“ ist: Die Kinder- und Jugendfarm steht freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr offen - „länger nicht, damit danach die Kleingärtner mehr Ruhe auf ihrem Gelände haben.“ Nach Herzenslust mitmachen können in dieser Zeit alle Kinder und Jugendlichen ab dem Schulalter. Jüngere brauchen einen Erziehungsberechtigten an ihrer Seite. Auch in den Ferien ist die Farm geöffnet.
Beim Rundgang nach den Eröffnungsworten wurden nicht nur die Feuerstelle eingeweiht, das frisch an diesem Morgen installierte Insektenhotel bewundert oder die Pflanzen auf den Beeten erklärt und bewässert, sondern vor allem das Bastelhaus zum Werkeln freigegeben. Hämmern und Sägen war anschließend der absolute Hit auf dem Gelände, und innerhalb kurzer Zeit entstanden aus Holzplatten, Latten und vielen Nägeln abenteuerliche Bauwerke.

Kita-Leiterin Ria Keller-Wettermann staunte über den Arbeitseifer der Kinder und freute sich über den gelungenen neuen Aktivspielplatz: „Hier können wir gerade in punkto Bewegung für die Kinder ein Stück von dem zurückholen, was früher für sie selbstverständlich war.“ Gäste und Vereinsmitglieder pflanzten gemeinsam Sonnenblumen für eine blumige Zukunft der Farm.

Mehr Infos zur Kinder- und Jugendfarm gibt es auf der Homepage

Auch der erste reguläre Öffnungstag am Samstag brachte die Betreuer zum Staunen: Pünktlich standen die ersten Kinder vor dem Tor, Eltern lieferten ihre Sprösslinge ab, und im Nu wurden Pflanzen gegossen und gejätet, vor allem aber herrschte wieder betriebsames Hämmern und Sägen auf dem Gelände,

Daher rührt auch die Bitte von Stephanie Grabs: „Wir brauchen dringend für Kinder geeignete Hammer, Sägen und Nägel!“ Wer so etwas zuhause unbenutzt herumliegen hat, kann sich per E-Mail bei stephanie.grabs@roedermark.de melden.

Quelle: op-online.de

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