Mit Händen und Füßen unterhalten

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„Wir wollen nicht mehr aus dem Dschungel raus!“ Bunt gestaltete Stampfrohre, kraftvoll auf die Erde aufgesetzt und mit kleinen Bambusbesen bearbeitet, schafften die Dschungelatmosphäre beim abschließenden Konzert der Ferienaktion.

Ober-Roden ‐ Keine Ferien ohne Schulprojekte. Zwei davon ließen sich diese Woche sehen und hören. Und das im wahrsten Wortsinn: ein Theaterprojekt an der Nell-Breuning-Schule (NBS) und eine Klangwerkstatt mit Grundschülern. Von Christine Ziesecke

Tontrommeln, schwarze und blaue verschieden geformte Eimer, Stampfrohre, Rasseln, Becher und natürlich die eigenen Füße, Hände und die Stimme standen im Mittelpunkt bei 27 Rödermärker Kindern, zumeist aus der Trinkbornschule. 19 Studentinnen und Studenten des Studiengangs Soziale Arbeit der Fachhochschule Frankfurt unter der Leitung von Dozentin Ulrike Pfeifer bauten in dem Ferienprojekt von Förderverein und Stadt mit den Kindern einfache Instrumente, übten Rhythmen und Klänge mit ihnen und gestalteten ein buntes Programm, das den Zuschauern und Zuhörern richtig in die Füße ging – von Dschungelliedern über Klanggeschichten bis hin zum selbst gemachten Rap mit Tonnengetrommel. Sie alle präsentierten ihre Erfolge gemeinsam mit dem Theaterprojekt in der Kulturhalle.

Kreativ ging es in den letzten Ferientagen aber auch bei Theaterpädagogin Birte Itta zu. Eigentlich sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben und Preise für Projekte nicht vor dem eigentlichen Projekt verleihen, doch Birte Itta hatte schon vor Monaten den Integrations-Förderpreis der Stadt Rödermark für ihr Projekt „When words are not enough“ erhalten.

Statt Ferien lockte das integrative Theaterprojekt elf Jugendliche, überwiegend aus den sechsten Klassen, eine Woche lang jeden Morgen in die Nell-Breuning-Schule, um dort in kleinen experimentellen Szenen auszuprobieren, wie man auch ohne Sprache mit anderen Mitteln die eigenen Wünsche, Befindlichkeiten und Bedürfnisse vermitteln kann.

Quelle: op-online.de

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