Rund ums alte Vereinsgelände sollen 62 Wohnungen gebaut werden

Häuser auf dem Hundeplatz

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Stadtentwicklung: Zwischen der Ricarda-Huch-Straße und dem Alten Seeweg im Westen von Ober-Roden soll ein rund eineinhalb Hektar großes Baugebiet entstehen. 20 Prozent der 62 Wohneinheiten werden als Sozialwohnungen gefördert.

Ober-Roden – Ein kleines Baugebiet mit 62 Häusern und Wohnungen am Westrand von Ober-Roden soll zumindest ein bisschen Abkühlung in den heiß gelaufenen Immobilienmarkt bringen. Das rund 1,64 Hektar große Areal wird unter dem Titel „Südlich des Alten Seewegs“ erschlossen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat mit dem Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplanes den Weg dafür frei gemacht. Das Konzept sieht 33 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie 29 Wohnungen in mehrgeschossigen Häusern vor. 20 Prozent, also 12 oder 13 Einheiten, sollen als Sozialwohnungen gefördert werden. Die Häuser gruppieren sich um eine Ringstraße, die von der Heinrich-Heine-Straße abbiegt.

Die Entwicklung dieses Gebiets, das ans alte Gaswerk grenzt, wird schon seit Jahren diskutiert. Schon 2013 hat die Stadt mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) eine „Bodenbevorratungs-Vereinbarung“ abgeschlossen. Das heißt: Die HLG verhandelt zunächst mit den Grundstückseigentümern über den Verkauf und später mit den Interessenten über den Kauf. Das soll Spekulationen verhindern und gleiche Preise für alle garantieren. Über die HLG werden auch die Kosten das Verfahrens einschließlich eventueller Gutachten abgerechnet.

Mit dem Bebauungsplan „Südlich des Alten Seewegs“ verschwindet auch ein Schandfleck: der Übungsplatz und das vergammelte Vereinsheim des Hundesportclubs. Das hatte die Stadt über 20 Jahre als Notquartier für Menschen genutzt, die ihre Wohnung verloren haben. Zuletzt lebten dort noch zwei Männer. Die hat Sozialarbeiterin Malvina Schunk 2018 in andere Wohnungen vermitteln können; seither steht das Ex-Vereinsheim leer und ist kein Hindernis mehr für die Stadtentwicklung.

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Weil das geplante Neubaugebiet vergleichsweise klein ist, kann die Stadt dort keine ökologischen Ausgleichsflächen ausweisen. Die sollen schwerpunktmäßig in der „Grünen Mitte“ geschaffen werden. Das hatte die Stadtverordnetenversammlung im September 2017 so beschlossen. (lö)

Quelle: op-online.de

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