„Halbherziger Kampf gegen Egelsbach“

Rödermark (lö) ‐ Die Freien Wähler (FW) sehen sich als engagierteste Streiter gegen den Fluglärm von und nach Rödermark. „Nur durch die Hartnäckigkeit der Initiative RBgT (Rödermärker Bürger gegen Tiefflüge) und der FW geriet die Politik in Zugzwang“, erklärte Vorsitzender Ingolf Heiß.

Ohne diesen Druck hätte das Gespräch mit der Deutsche Flugsicherung (DSF) auf der einen und Bürgern, Politikern und Verwaltung auf der andere Seite nicht stattgefunden. Dabei sei klar geworden, dass die DFS sich weigere, auf der Basis sachlicher Diskussion die Situation für Rödermark zu verbessern. Nach dieser Besprechung habe die CDU/SPD-Kooperation einen interfraktionellen Antrag zum Egelsbacher Fluglärm formuliert, ohne fachkundige Bürger zu beteiligen. Ergebnis: Er enthielt einen Fehler, der erst unmittelbar vor der Abstimmung behoben wurde. Sonst hätte Waldacker mehr Krach am Himmel gehabt.

„Der beschlossene halbherzige interfraktionelle Antrag weist wenigstens in die richtige Richtung“, gesteht FW-Vorsitzender Heiß immerhin den von ihm stets kritisierten etablierten Parteien zu. Alles in allem aber sei die Liste ihrer Versäumnisse lang. Die Stadt Rödermark habe nach seinem Erkenntnisstand weder gegen die Betriebsänderung des Flugplatzes Egelsbach im März 2008, die zu den Tiefflügen über Rödermark führte, noch gegen die Ablehnung der Mitgliedschaft in der Fluglärm-Kommission Schritte unternommen.

Eine Anfrage des FW-Stadtverordneten Manfred Rädlein an den Magistrat sei bis heute nicht beantwortet führen soll. Heiß: „Dass der Ausbau des Flugplatzes Egelsbach zum Drehkreuz für den internationalen Geschäftsflugverkehr für Rödermark zu Verbesserungen in Bezug auf Lärm und Sicherheit führen soll, glaubt unseren Politikern ja wohl keiner.“

Quelle: op-online.de

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