Baubeginn im Februar

„Gut Stubb“ wird aufgemöbelt

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Die Halle Urberach ist seit fast 40 Jahren Bürgerhaus, Vereinsheim, Kindergarten und Versammlungsstätte in einem. Damit das auch in Zukunft so bleibt, investieren die Kommunalen Betriebe 2,2 Millionen Euro in den Brandschutz und moderne Haustechnik.

Urberach - 2,2 Millionen Euro sollen die Halle Urberach nach 38 Jahren fit für die Zukunft machen. Die Stadt muss vor allem in den Brandschutz investieren, denn nur so können weiterhin Großveranstaltungen mit bis zu 1350 Besuchern und Helfern stattfinden.

Die Halle Urberach war de facto 37 Jahre lang ein Schwarzbau, weil Auflagen aus der Baugenehmigung 1975 weder umgesetzt noch abgenommen wurden. Sie darf seit gut einem Jahr nur noch unter strengen Auflagen benutzt werden: Die Besucherzahl muss reduziert werden, eine Brandwache der Feuerwehr ist Pflicht für die meisten Veranstaltungen. Die Stahlträgerkonstruktion bietet einem Feuer nämlich nicht mehr die 90 Minuten Widerstand, den die aktuellen Vorschriften fordern. Die Kommunalen Betriebe (KBR) haben aber ein Konzept ausgearbeitet, das über die Gefahrenabwehr hinaus geht. „Unser Ziel ist weniger Aufwand bei Betrieb und Bewirtschaftung“, erklärte Erster Stadtrat Alexander Sturm, in dessen Zuständigkeitsbereich die KBR fallen.

Auf Dauer will die Stadt mit nur noch einem Hausmeister auskommen, um Kosten zu sparen. Zur Zeit testet sie einen privaten Sicherheitsdienst, der nach Veranstaltungen die Halle schließt. Sturm will zudem die Vereine stärker in die Pflicht nehmen: Wer schon jahrelang zur selben Zeit trainiert, kennt sich mit der Technik aus und braucht nicht unbedingt einen Hallenwart.

Brandschutz als Planungsgrundlage

Planungsgrundlage des Umbaus ist der Brandschutz. Theoretisch, so Sturm, hätte die Stadt die meisten Wände abreißen und erneuern müssen, damit die Halle aktuellen Anforderungen entspricht - zu bezahlen wäre das indes nicht. Eine Mega-Sprinkleranlage, die die Halle Urberach bei einem Feuer quasi flutet, ist der Kompromiss zwischen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Erneuert werden Brandmeldeanlage, der Rauchabzug und die Sicherheitsbeleuchtung. Die KBR haben auch Technik wie Lüftung, Heizung und Beleuchtung aufgrund ihres Alters und der Verbrauchskosten genau unter die Lupe genommen. Der notwendige Austausch kann dann gleich miterledigt werden und hilft, die Betriebskosten zu senken. Die KBR schreiben ab Februar Rohbau-, Stahlbau-, Gerüstbau-, Dachdecker-, Klempner-, Trockenbau-, Maler- und Schlosserarbeiten aus und fordern Handwerker aus der Region auf, ihre Angebote zu unterbreiten.

Der Umbau beginnt im Februar in den Seitentrakten und im Untergeschoss. Im April rücken die Arbeiter in die Sporthalle, ein. Sturm geht davon aus, dass die Runderneuerung bis nach den Sommerferien dauert. Während der Arbeiten muss die Halle eine Weile komplett geschlossen werden. Im Paket von 2,2 Millionen Euro sind der Umbau des „Rappelkisten“-Minikindergartens im Sommer 2012 und die Sanierung des Mehrzweckraums enthalten.

Quelle: op-online.de

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