Halle Urberach nach Sanierung

Die Zeit der Enge ist vorüber

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Hell und geradezu riesig wirkt die Halle Urberach nach der Sanierung.

Urberach - Nach 15 Monaten Umbauzeit hat die Stadt am Donnerstagabend die Halle Urberach wieder eröffnet. Von Michael Löw 

Die 3,4 Millionen Euro teure Runderneuerung macht sie interessanter für (Kultur)-Veranstalter, ohne dass die Funktionalität als wichtigste Sportstätte des Stadtteils leidet. Die Urberacher Vereine haben wieder Platz für Training, Spiele und Konzerte, freute sich der Vorsitzende des Ortsvereinsrings, Dieter Hüllmandel, nachdem Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter die Halle mit zwei symbolischen Scherenschnitten freigegeben hatten. Besonders für die Mannschaftssportler von BSC und KSV gingen eineinviertel Jahre Durststrecke zu Ende. So lange teilten sie sich die Sporthalle in der Kapellenstraße mit den Ober-Röder Vereinen, was dank eines komplett neuen Belegungsplans und mit viel gutem Willen auch funktioniert hat.

Dieter Hüllmandel, der Vorsitzende des Ortsvereinsrings, spielte den Türöffner, damit Erster Stadtrat Jörg Rotter und Bürgermeister Roland Kern sowie dessen Vorgänger Walter Faust und Alfons Maurer nach dem Durchschneiden des roten Bandes freie Bahn ins Innere hatten.

Moderne Halle auf dem neuesten Stand der Technik, richtige und gute Entscheidung, Ende eines langen Prozesses, dazu freudige Erinnerungen an ein Handball-Länderspiel und ein wehmütiger Blick zurück auf die Bälle mit Hugo Strasser: Dem Anlass entsprechend gab"s viele freundliche Worte.

Kern und Rotter machten aber auch aus ihrem Ärger über den ursprünglich mit dem Umbau beauftragten Architekten keinen Hehl. Dessen schlampige Planung habe die Asbest-Verkleidungsplatten übersehen und die Kommunalen Betriebe zu einer teuren Neuplanung gezwungen. Zumindest dieses Geld - Rotter sprach gegenüber unserer Zeitung von 20.000 bis 30.000 Euro - will die Stadt per Klage zurück fordern. Dass die Ober-Röder Architekten Siegbert Huther und Christos Karawassilis „mitten in einer ganz schwierigen Phase einsprangen“, war Bürgermeister Kern ein Extralob wert.

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Feinschliff für die Halle Urberach

In die Festtagsstimmung mischten sich auch ein paar kritische Worte. „Kontrolliert der Chip auch, ob niemand den teuren Hallenboden mit Straßenschuhen betritt?“, fragte der langjährige Hausmeister Erwin Kuhrau angesichts des personalsparenden Zugangssystems. Dieter Steuer, der Vorsitzende des Musikvereins 06, hätte sich ein flexibleres Beleuchtungssystem gewünscht, das die Protagonisten von Konzerten ins rechte Licht rückt.

Quelle: op-online.de

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