Hauptstraße nicht aufreißen

Rödermark - (lö) Der Gewerbeverein hat in der Diskussion um die Belebung von Ober-Rodens Mitte Position bezogen und die vom Darmstädter Planungsbüro Begher vorgeschlagene „Historisierung“ der Frankfurter Straße mit durchgängigem Pflaster zwischen Rathaus- und Marktplatz abgelehnt: Die Skizzen sähen zwar allesamt „wunderschön“ aus, erkannte Karl-Heinz Hitzel an, der den Verein in der Kommission Ortskernsanierung vertritt.

Ihre Umsetzung bedeute jedoch das Aus für viele Einzelhändler: „Der Umbau dauert zu lange, dann sind von 20 Geschäften nur noch vier oder fünf übrig!“

Hitzel befürchtet, dass die Kunden wegbleiben, sollte die Hauptstraße über Jahre gesperrt werden. Er möchte lieber Rathaus-, Kirch- und Marktplatz einheitlich pflastern lassen und dieses Pflaster in Höhe der Plätze als optische Bremse über die Fahrbahn ziehen. Zwischendrin will er die Straße belassen wie sie ist. Lediglich am Marktplatz soll sie einen Schwenk machen, damit der - nach dem Fällen der Bäume - länger in der Sonne liegt und attraktiv für die Freiluft-Gastronomie ist. Hitzel forderte die Kommunalpolitiker zudem auf, genug Parkplätze im Zentrum anzulegen.

Die Versammlung machte deutlich, dass der Gewerbeverein der Politik selbstbewusster gegenübertreten will. Der scheidende Vorsitzende Helmut Schrod beklagte, dass Bürgermeister Roland Kern bei der gemeinsamen Aktion „Wir in Rödermark“ zwar viel angekündigt habe, aber noch wenig Taten folgen ließ. Und über die Gestaltung des Neujahrsempfangs werde noch zu reden sein: Dass der Bürgermeister am 11. Januar kräftig Werbung in eigener Sache gemacht habe, sei vielen Mitgliedern sauer aufgestoßen.

Quelle: op-online.de

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