Stadt macht Gewinn

Zeit der roten Zahlen ist vorbei

Rödermark - Die Konsolidierung der Rödermärker Finanzen läuft besser als geplant. Der Haushalt 2017 schließt voraussichtlich mit einem Plus von rund 250.000 Euro ab.

Bürgermeister Roland Kern hat in der Magistratssitzung dieser Woche Erfreuliches vermeldet: Die Stadt schreibt nicht länger rote Zahlen, sondern schließt den Haushalt 2017 ein Jahr früher als mit dem Land Hessen im Schutzschirmvertrag vereinbart aller Voraussicht nach ausgeglichen - genauer gesagt: mit einem kleinen Überschuss ab. Das ordentliche Ergebnis, also Einnahmen und Ausgaben des laufenden Verwaltungsbetriebs, ist deutlich besser ausgefallen als kalkuliert. Der Haushalt hätte gemäß Schutzschirmvertrag ein Defizit von 942 929 Euro haben dürfen. Doch statt knapp einer Million Euro Miese hat die Stadt nach bisherigen Stand der Dinge einen Überschuss von rund 250.000 Euro erwirtschaftet. Die endgültige Zahl wird Ende März feststehen. „Demnach lässt sich feststellen, dass der Konsolidierungspfad für 2017 aus heutiger Sicht eingehalten werden kann“, sagt Kern zufrieden.

Rödermark steht seit 2013 und somit bereits im fünften Jahr unter dem Schutzschirm des Landes Hessen. Das hat mehr als zwölf Millionen Euro städtischer Schulden übernommen. Im Gegenzug verpflichtete sich die Stadt, ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Bisher konnten die mit dem Land vereinbarten Ziele immer erreicht werden: Die Bürger trugen mit einer höheren Grundsteuer B (von 450 auf 540 Punkte) und einer höheren Gewerbesteuer (von 350 auf 380 Punkte) zur Sanierung des Haushalts bei. Der Wirtschaftsboom brachte zusätzliche Einkommensteuer-Millionen in die Kasse. Kommunen unter dem Rettungsschirm müssen dem Land zweimal jährlich über den Erfolg ihrer Konsolidierungsmaßnahmen und den voraussichtlichen Stand des ordentlichen Ergebnisses, hochgerechnet auf das Jahresende, berichten.

Bund der Steuerzahler prangert öffentliche Verschwendung an

Wenn der Haushaltsausgleich ein Jahr früher als vertraglich vereinbart erfolgt, kann die Stadt auch ein Jahr früher aus dem Schutzschirmvertrag entlassen werden. Damit gewinnt sie neuen Handlungsspielraum. Voraussetzung sind aber mindestens ausgeglichene Haushalte für die Jahre 2018 und 2019. Aus heutiger Sicht, so Bürgermeister Kern, wird das auch so sein. (lö)

Quelle: op-online.de

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