Mehr Tempo unter dem Schutzschirm

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Rödermark - Die Stadt kommt auf dem Entschuldungspfad, den sie unter dem Schutzschirm des Landes gegen muss, schneller vorwärts als gedacht. Kämmerer Alexander Sturm teilte gestern mit, dass das Haushaltsdefizit 2013 auf unter sieben Millionen Euro sinken könnte.

Im Herbst hatte Sturm noch mit einem Minus von 9,6 Millionen Euro in der Stadtkasse kalkuliert und eine lange Liste mit Konsolidierungsmaßnahmen vorgelegt. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss im Dezember ein 2,2 Millionen Euro schweres Entlastungspaket. Höhere Kita-Gebühren sowie höhere Grund-, Hunde und eine Spielapparatesteuer verbessern die Einnahmen; geringere Personalkosten senken die Ausgaben. Macht ein Defizit von „nur“ noch 7,4 Millionen Euro.

Im April unterzeichnete die Stadt den Schutzschirm-Vertrag mit der Landesregierung, die rund zehn Millionen Euro Rödermärker Kassenkredite und 2,6 Millionen Euro regulärer Schulden übernimmt. Allein durch den Wegfall der Kassenkredite spart Rödermark beim derzeitigen Zinssatz 343 000 Euro. Steigen die Zinsen, vergrößert sich der Spareffekt auf bis zu 570000 Euro. Positives berichtete Sturm auch von der Gewerbesteuer, die im ersten Quartal 200 000 Euro über dem Soll liegt. Da kann er auch verschmerzen, dass das Regierungspräsidium 400 000 Euro aus Grundstücksverkäufen nicht für die Konsolidierung gelten lässt. Rechne man das alles auf, sinke das Defizit auf weniger als sieben Millionen Euro.

Quelle: op-online.de

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