Mit fast bayerischem Ergebnis wieder in den Bundestag

Heimsieg für Patricia Lips

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Schwarz war der Sieger des gestrigen Wahltages. In Rödermark freute sich auch CDU-Kandidatin Patricia Lips über ein Plus von fast sieben Prozentpunkten.

Rödermark - Die CDU ist der große Sieger der Bundestagswahl. Ein dickes Plus meldet nicht nur die Partei, sondern vor allem die Urberacher Wahlkreiskandidatin Patricia Lips. Von Michael Löw

Sie holt in ihrer Heimatstadt 54,4 Prozent der Erststimmen und steigert ihr Ergebnis von 2009 um fast sieben Prozentpunkte.

Bitter war die Bundestagswahl vor allem für die Grünen in Rödermark: Mit 10,6 Prozent der Zweitstimmen erreichten sie nicht einmal halb so viele Wähler wie AL/Grüne bei der Kommunalwahl, waren damit aber im noch besser als im Bund.

Die SPD konnte ihr desaströses Ergebnis von der Bundestagswahl 2009 zwar um drei Prozentpunkte steigern, schneidet in Rödermark aber schlechter ab als im Bund.

Die FDP verlor auch in Rödermark etwa zwei Drittel ihrer Wähler, hätte hier aber wenigstens die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen. Das schaffte auch die Euro-kritische Alternative für Deutschland (AfD) mit glatt sechs Prozent. Die Linke erhielt 4,6 Prozent der Zweitstimmen.

„Ich freue mich riesig über dieses Ergebnis, weil wir im Wahlkreis überall gewonnen haben“, sagte Patricia Lips, die zum vierten Mal in den Deutschen Bundestag einzieht. Sie hatte gestern und am Samstag noch ein Dutzend Wahlkampfauftritte absolviert. In die Freude über den persönlichen Erfolg mischte sich doppeltes Bedauern wegen der FDP. Patricia Lips hat den Wahlkreisabgeordneten Heinrich L. Kolb menschlich und politisch sehr geschätzt. Und sie hätte gern mit einer schwarz-gelben Koalition weiter regiert. Doch jetzt heißt"s Zittern um eine eventuelle absolute Mehrheit oder Warten auf schwierige Verhandlungen mit einem neuen Partner.

Zur Landtagswahl: Mit den Rödermärker Ergebnissen hätten Volker Bouffier und Jörg-Uwe Hahn in Wiesbaden weiter regieren können. CDU und FDP kamen auf 44,9 und 5,7 Prozent der Zweitstimmen, SPD und Grüne nur auf 23,7 und 12,4 Prozent. Linke und AfD bleiben unter fünf Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 78,4 Prozent. Das kam der Landtagswahl zugute, bei der 2009 nur 66,3 Prozent (Bund: 78,1 %) an die Urne gingen.

Quelle: op-online.de

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