Helfer kannten beim Berufsfeuerwehrtag keine Müdigkeit

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Eigentlich wird brennendes Stroh mitten im Feld eher kontrolliert abbrennen gelassen, doch bei der mitternächtlichen Übung auf dem Obstbaumgelände hinter dem Umspannwerk haben‘s die Jugendlichen im Licht der rasch aufgebauten Scheinwerfer mit Wasser aus dem Tankwagen gelöscht.

Urberach ‐ 24 Stunden arbeiten wie die Feuerwehr-Profis: Berufsfeuerwehrtag der Urberacher Jugendwehr hat‘s möglich gemacht. 18 Kinder und Jugendliche von 10 bis 16 Jahren nahmen an diesem Erlebnis teil. Von Christine Ziesecke

Während die Jüngsten noch ihr großes Kissen aus dem Auto holten und erschreckt feststellten: „Ich hab mein Schmusetier vergessen“, klappten die Älteren schon ganz cool ihre eigenen Feldbetten auf: „Die sind viel bequemer aufzustellen als die hier im Haus.“ Selina und Sarah, die beiden Mädchen in der Jugendfeuerwehr, schafften es problemlos allein: „Wir haben das schon bei Ferienlagern gemacht.“ Nur die drei Neuen bekamen Hilfe beim „Betten aufbauen“. Die Gruppeneinteilung mischte immer Ältere und Jüngere zusammen.

Dann begann die erste Schulung im Feuerwehrhaus. Von nun an ging’s fast pausenlos bis weit nach Mitternacht. „Heute hatten wir einen guten Tag“, war sich der 15-jährige Dominic Gieß bei einer Nachtübung sicher. „Es hat alles gut geklappt, und wir haben gestoppt: vom ersten Alarmton mit Runtersausen, Anziehen und Fahrt bis hierher zur Brandstelle genau sechs Minuten und 25 Sekunden!“

23 Uhr, und keiner der Floriansjünger wirkte müde, obwohl sie schon einige Übungen hinter sich hatten. Auf dem Rügemer-Gelände war ein Pkw gegen einen Bagger gefahren – es galt eine eingeklemmte Person zu retten; nach einem Bauunfall in der Pestalozzistraße musste Hilfe geleistet werden; am Schwimmbad war eine nicht definierte Flüssigkeit aus einem PKW ausgetreten; in der Rudolf-Diesel-Straße hatte ein Brand in einer Lagerhalle allen Einsatz gefordert. Und ein brennender Container wartete nachts noch an der Bulau auf die Jugendlichen. Kurzzeitig kamen sie zur Ruhe, ehe es weiterging: Frühstück, Fahrzeugpflege und mehrere kleine Einsätze in der Nähe, so etwa die Rettung einer Katze – genauer gesagt eines plüschigen Koalabären – aus einem Baum am Entenweiher.

Quelle: op-online.de

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