Helfer in schweren Stunden

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Sichtliche Freude herrschte bei der Vorsitzenden Hedda Müller über die herzlichen Worte von Bürgermeister Roland Kern.

Ober-Roden (chz) - Zehn Jahre Fraternität Rödermark – bei jedem anderen Verein wäre das noch kein echter Grund für ein Fest mit einer akademische Feier, doch bei der Fraternität ist es das.

Schließlich ist das Miteinander hier beschwerlicher, schon die monatlichen Treffen im Graf-Reinhard-Saal sind für die Mitglieder oft mühsam, da viele von ihnen im Rollstuhl sitzen und der Hilfe bedürfen. Im Vereinsleben merkt man davon herzlich wenig, und das ist wohl auch die tägliche Motivation. Nicht jammern und klagen, sondern den Mitmenschen immer wieder beweisen, dass man sehr wohl in der Gemeinschaft lebt und viel mehr noch erreichen kann als einem Außenstehende zutrauen. Als sich die Fraternität Rödermark am 19. Mai 2001 gründete, geschah dies aus der Not heraus, die Kosten und die Mühen für die regelmäßige Teilnahme an der Offenbacher Gruppe der Fraternität nicht mehr aufbringen zu können und deshalb vor Ort etwas schaffen zu wollen.

Damals schon war Hedda Müller Motivator und ständiger Antreiber. Noch heute hält sie die Gruppe gemeinsam mit Dr. David Johnson zusammen und verleiht der Gemeinschaft immer wieder Schwung und Dynamik. „Sie ist die schnellste Rollstuhlfahrerin, die ich hier in Rödermark kenne“, bescheinigte ihr dann auch Bürgermeister Roland Kern bei seinem Grußwort zur Geburstagsfeier und bereitete ihr zugleich große Freude mit einem Blumenstrauß und mit einem gefüllten Umschlag.

Motto „Hand in Hand“

Auch VdK-Vorsitzender Bernd Koop bescheinigte der Gruppe eine starke vereinende Kraft mit engen sozialen Kontakten. Für die Bundesleitung der Fraternitäten aus Fulda überbrachte Christine Osafo gemeinsam mit weiteren Mitgliedern anderer Gruppen Glückwünsche, und auch Markus Przybylla von der Volksbank in Rödermark gratulierte mit einer kleinen Gabe. Musikalisch umrahmte wie schon so oft das Akkordeonduo Brigitte Dewald und Birgit Vay die Feierstunde. Besondere Gäste dabei waren die Sopranistin Wilma Ehmann, Jannik von der Lühe als Pianist und am Saxofon Hedda Müllers Enkelin Chiara. Eingeleitet wurde die Feier im Foyer der Kulturhalle von einer Andacht, die von den Rödermärker Pfarrern Elmar Jung, Oliver Mattes, Klaus Gaebler und Jens Bertram gemeinsam gestaltet wurde und die sich um das Jahresmotto der Fraternität Rödermark rankte: „Hand in Hand“.

Dabei legt die engagierte Gruppe Wert darauf, sich nicht nur symbolisch untereinander die Hände zu reichen, sondern auch von den Menschen ihrer Umgebung mit offenen Händen aufgenommen zu werden und es ebenso zu erwidern.

Quelle: op-online.de

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