Ungewöhnliche Aufgaben

Hunderallye strapaziert Tiere

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Die Prozedur sieht schon ein bisschen abgefahren aus: Sechs Kleidungsstücke sollten es sein, die Herrchen seinem Hund anzieht.

Ober-Roden (chz) - Nass und spannend war die erste Ober-Röder Hunde-Rallye. Der Hundeverein Rödermark hatte rund ums Gelände an der Kläranlage eingeladen.

20 Paare, teilweise auch kleine Gruppen aus mehreren Hunden und Herrchen wie etwa eine Schar Gäste aus Gießen, nahmen daran teil. Die Teilnehmer wurden Richtung Rollwald und Nieder-Roden zu fünf Stationen geschickt, die spielerische Herausforderungen an die Zusammenarbeit von Hund und Besitzer stellten. An der ersten Station bekam der Hund – egal ob groß oder klein, jung oder alt – nicht gerade zu seiner großen Freude ein kleines Wägelchen zum Hinterherziehen angespannt, auf dem auch noch eine Schüssel mit Wasser ein ruhiges „Fahr“-verhalten abverlangte.

Danach ging es um die Absolvierung einer Strecke mit verbundenen Augen und vorherigem Gedrehtwerden beim Hundebesitzer und gleichzeitigem Schrittezählen, um nicht zu weit oder zu kurz zu laufen. Das alles erforderte eine feine Koordination zwischen Mensch und Tier und bereitete den Paaren sichtliches Vergnügen.

Wunderkiste voller Kleidung

Letzte von fünf Stationen: eine Wunderkiste voller Kleidungsstücke, von denen dem Hund von nur einer Person mindestens sechs angezogen werden mussten. Während die meisten Herrchen und Frauchen sich mit dem Höschen und sogar mit dem T-Shirt oder dem Pullover noch relativ leicht taten, war die Geduld des Vierbeiners spätestens danach meist aufgebraucht.

Hund vorneweg, Frauchen hinterher.

Schal und Blumenkette gingen ja gerade noch, aber bei Söckchen, Gummistiefeln, Ohrenkappe oder gar Brille herrschte dann doch meistens nur noch große Gelächter an der Station, die wie auch die anderen von Mitgliedern des Hundevereins Ober-Roden vorbereitet und betreut wurden. Damit auf den recht langen und am Sonntag auch noch sehr feuchten Wegen zwischen den Aufgaben niemandem langweilig wurde, gab’s auch noch kleine Fragebögen, für Erwachsene und für Kinder getrennt – einschließlich einer abschließenden Schätz-Frage. Der Spaßfaktor stand im Vordergrund, auch wenn die Ergebnisse sehr genau notiert und ausgewertet wurden. Wer nach gut einer Stunde schließlich wieder im Vereinsheim der Hundefreunde ankam, den erwarteten eine warme Hütte und ein vom Vereinschef Hans Böhm selbst gekochtes Gulasch, das den feucht-fröhlichen Vormittag durchaus belohnte, bis die Ergebnisse bekannt gegeben werden konnten. Zudem wurden alle Stationen von Fotografen betreut. Jeden Teilnehmer erwartet daher zuletzt noch eine kleine Fotogalerie.

„Wir werden je nach der Resonanz diese Art Rallye bestimmt im nächsten Jahr wieder veranstalten. Vielleicht dann im Jahr etwas früher, damit es wärmer ist. Aber für Hundehalter und Hunde gibt’s ja ohnehin kein schlechtes Wetter“, freute sich die zweite Vorsitzende Astrid Gerhart. Nächste gemeinsame Veranstaltung wird eine urige Winterwanderung sein – mit Grillstation, Glühwein und vielen Überraschungen mehr.

Quelle: op-online.de

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