Illegale Müllentsorgung

Heringe in der Rodau

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Juan Solier Ramirez von den Kommunalen Betrieben Rödermark beim Beseitigen der Heringe.

Rödermark - Juan Solier Ramirez von den Kommunalen Betrieben Rödermark (KBR) hat während seines Berufslebens schon jede Menge Unrat zusammengeklaubt. 300 Fälle illegaler Abfallbeseitigung registriert KBR-Leiter Wolfgang Mieth pro Jahr.

Heringe aber schaufelte sein Kollege gestern zum ersten Mal aus der Rodau. Unbekannte hatten einen ganzen Eimer eingesalzener Filets hinein gekippt. Unserem Leser Stefan Ziegler war der ungewöhnliche Fischbesatz am Sonntagnachmittag aufgefallen. Abends hatte er unsere Zeitung informiert, wir gaben die Meldung gestern morgen an die KBR weiter. Die reagierten schnell, knapp eine halbe Stunde nach unserem Anruf kam Juan Solier Ramirez an die Rodau.

Mit Schippe und Greifzange holte er die Heringsfilets aus dem Wasser, unter der Brücke zur Kläranlage fand er sogar noch den Eimer: Bis vorigen Donnerstag, so war dem Haltbarkeitsdatum zu entnehmen, wären die Heringe noch gut gewesen. Gestern allerdings verdarben sie selbst eingefleischten Fans die Lust auf Fischbrötchen oder Heringssalat. „Vielleicht wollten Klaus & Klaus ja in Ober-Roden für die nächste „Dschungelcamp-Ekelprüfung trainieren“, spekulierte KBR-Chef Mieth über die Übeltäter. Aber auch Karnevalisten, die für ihr Aschermittwochs-Heringsessen zu kräftig eingekauft haben, kämen für die Ferkelei in Frage. 

(lö)

Quelle: op-online.de

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