Am Himmel wird‘s immer lauter

Rödermark - Wenn der Flugplatz Egelsbach ausgebaut wird, donnert während der Hauptverkehrszeit alle fünf Minuten ein Düsenjet übers Stadtgebiet. Das jedenfalls befürchtet die „Rödermärker Bürgergruppe gegen Fluglärm und Tiefflüge“ (RBgT). Von Michael Löw

In einer öffentlichen Mitgliederversammlung will die Initiative überlegen, wie sich Rödermark gegen die steigende Zahl dieser Überflüge wehren kann. Das Treffen findet am Mittwoch, 20. Juli, um 19 Uhr im Vereinsraum des Bücherturms in Ober-Roden statt.

Gegenwärtig fliegen täglich bis zu einem Dutzend so genannter „High Performance Aircrafts“ äußerst niedrig über Rödermark, klagt RBgT-Sprecher Rainer Hoffmann. Diese Düsenjet seien extrem laut. Beschwerden bei der Deutschen Flugsicherung (DSF) in Langen, beim Regierungspräsidium und dem Bundesaufsichtsamt für die Flugsicherung liefen regelmäßig ins Leere.

Die Verlängerung der Landebahn und die Installation eines Instrumenten-Landesystems würden das Problem verschärfen. Denn damit, so Hoffmann, schaffe der Flugplatz-Betreiber die technischen Voraussetzungen, dass die meisten Anflugrouten der Düsenjets über Rödermark führen.

Im Rathaus gehen seit einigen Wochen immer häufiger Beschwerden über den Anflugverkehr zum Flughafen Frankfurt ein, berichtet Bürgermeister Roland Kern (AL) ergänzend. Grund: die Änderung der Anflugrouten zum 10. März. Die DSF machte zunächst das schöne Frühjahr mit überwiegend Ostwetterlage für den zusätzlichen Lärm am Himmel verantwortlich. Die DSF belegte dies mit zwei „Flugspurenbilder“ vom 4. und vom 16. März. Auf ihnen war zwischen Vorher und Nachher kaum ein Unterschied zu erkennen.

In Zeitungen habe er allerdings auch „Flugspurenbilder“ gesehen, die die Bürgerbeschwerden bestätigen. Kern: „Wir werden die DSF um weitere Aufklärung bitten und am Ball bleiben!“

Quelle: op-online.de

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