Parkbäume und Blumenkübel am Straßenrand haben Durst

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Cornelia Müller bringt bei jeder Tour 2000 Liter Wasser zu Rödermarks durstigem Grün. Gestern Morgen war sie am Urberacher Entenweiher unterwegs.

Rödermark ‐ Nicht nur Mensch und Tier sehnen sich bei tropischen Temperaturen nach Wasser. Auch die Pflanzen in Parks oder am Straßenrand kümmern bei der Hitzewelle vor sich hin. Von Michael Löw

Cornelia Müller und Thorsten Rücker vom Betriebshof der Stadt Rödermark verspritzen mit ihren Gießmobilen täglich 20.000 Liter Wasser.

5000 Liter fasst der Tank auf dem Lastwagen von Thorsten Rücker. Der Mann von Betriebshof wässert nicht nur Bäume und bepflanzte Verkehrsinseln im Stadtgebiet selbst, sondern fährt auf seiner Runde auch ins Feld. Am Grenzweg zwischen Rollwald und Ober-Roden hat die Stadt eine kleine Allee angelegt, und deren Bäume brauchen noch viel Wasser, bis sie den erwünschten Schatten spenden.

Ein 2.000-Liter-Tank steht auf der Ladefläche von Cornelia Müllers orangefarbenem Multicar, mit dem sie gestern Morgen durch den Park am Entenweiher fuhr. „Ich müsste jetzt überall gleichzeitig sein“, stöhnte die Gärtnerin. Der erhofften Omnipräsenz kommt sie auch ziemlich nahe: Fünfmal täglich füllt sie den Tank am Ober-Röder Feuerwehrstützpunkt, kann also 10.000 Liter pro Schicht verspritzen. Rücker fährt gar mit einem 14-Tonner und 5.000 Litern Wasser durchs Stadtgebiet.
560 Bäume, 120 Pflanzkübel und 700 Quadratmeter Rasengräber stehen auf dem Gießplan von Müller und Rücker.

Quelle: op-online.de

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