„Hoabach Helau“ im Hochsommer

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Hände hoch und an den Marterpfahl: Nicht hundertprozentig synchron, aber mit einem Riesenspaß tanzten Teilnehmer und Betreuer das „Lasso-Lied“, ein Dauerbrenner unzähliger Fastnachtsveranstaltungen. Die Narretei ist das Motto der Stadtranderholung am Kirchenpavillon in Waldacker. Und wer genau hinsieht, entdeckt auch den „Jockel“ in der Hand von Betreuer Atze.

Waldacker ‐ Das „H“-Wort zwischen Aschermittwoch und dem 11.11. auch nur zu flüstern, ist eine karnevalistische Todsünde. Doch über das Kirchengelände der St. Nazarius-Gemeinde schallt seit Montag unaufhörlich ein dreifach donnerndes „Hoabach Helau“.  Von Michael Löw

Die St. Nazarius-Gemeinde hat ihre Stadtranderholung unter das Motto „Fasching“ gestellt, und da gehört der Schlachtruf aller Narren, begleitet von Narhalla-Marsch und Konfetti-Regen einfach dazu.

„Wir haben bei Kalli Weber eine Ausnahme beantragt“, schmunzelt Ferienspielleiter André Pradel. Karlheinz Weber ist Chef der Turngemeinde-Karnevalisten und damit Entscheider in allen Fragen des närrischen Protokolls. Pradel und sein Team hatten nach Alternativen zu Klassikern wie Dschungelbuch, Märchen oder Hollywood gesucht und sich schließlich für die Narretei entschieden.

151 Kinder, gut ein Dutzend weniger als voriges Jahr, 37 Betreuer und die Küchenfrauen Anne Fuchs, Christiane Koop, Gerlinde Malinowski, Anne Schrod, Elisabeth Engelmann, Hildegard Wolf und Ingeborg Kießling machen die Stadtranderholung einmal mehr zu einer Großveranstaltung. Die Helfer arbeiten ehrenamtlich. Zwischen 15 und 33 Jahren sind die Betreuer alt, Einkäufer Christian Fischer und René Gebhard sind die Senioren.

Suche nach dem entführten Prinzenpaar

Durch und durch närrisch war das Programm. Gestern mussten die Jung-Karnevalisten nach dem entführten Prinzenpaar suchen, am Montag hatten sie bei einer Faschings-Olympiade mit Konfetti-Weitwurf und Luftschlangen-Blasen den Ober-Narren gekürt.

Die ganze Woche über studieren Neigungsgruppen Büttenreden und Gardetänze ein, denn das Abschlussfest am Samstag (Beginn: 16 Uhr) geht als große Prunksitzung über die Bühne. Vielleicht lässt André Pradel ja seine guten Beziehungen in den TG-Elferrat spielen und holt das Prinzenpaar Patricia und Michael aufs Kirchengelände.

Quelle: op-online.de

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