Holperstrecke wird wieder zur Straße

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Mit Hochdruck arbeiten die Firma Depenbrock und ihre Subunternehmer an der grundhaften Erneuerung der Forststraße. Kurz vor der Einmündung in die Dieburger Straße wurden gestern die Rinnsteine gepflastert. Stadt und Anwohner sind mit dem Tempo des Umbaus zufrieden. Der kehrt die Sorgen der Anwohner ins Gegenteil: Klagten sie lange über holprige Fahrbahn, befürchten sie nun, dass die Forststraße zur Rennpiste zwischen Altort und Breidert wird. Inklusive aller Planungs- und Vermessungskosten investiert die Stadt gut 480 000 Euro und liegt damit unter den ersten Kalkulationen von 550 000 Euro. Das Land schießt 240 000 Euro zu.

Ober-Roden - Als Rödermarks schlimmste Holperpiste strapazierte die Forststraße jahrelang die Nerven von Anwohnern und Autofahrern. Die vor vier Wochen begonnene Sanierung läuft hingegen reibungslos. Von Michael Löw

„Wir hatten noch keine einzige Beschwerde“, freute sich gestern Herbert Rupp vom Tiefbauamt, der die grundhafte Erneuerung koordiniert.

Sein Lob gilt dem Verständnis von Hausbesitzern und Mietern sowie dem Baustellen-Management der Firma Depenbrock. Polier Mike Siebert und seine Männer packen auch schon mal mit an, wenn ältere Damen ihr Auto ausladen. Probleme mit der Zufahrt zu einzelnen Grundstücken werden laut Rupp direkt auf der Baustelle geklärt und gelangen erst gar nicht ins Rathaus.

Diesen Eindruck bestätigte gegenüber unserer Zeitung auch ein Handwerker, der aus einem der Häuser im gesperrten Abschnitt Türen abholte: Die Arbeiter seien auf sein Kommen vorbereitet gewesen und hätten ihn kurzerhand durchgewunken.

In der Forststraße stimmt aber nicht nur die Atmosphäre, sondern auch der Zeitplan. Rupp geht davon aus, dass auf dem Abschnitt zwischen Dieburger und Somborer Straße schon in zwei Wochen die erste Asphaltschicht aufgetragen wird. Dann kann die Stadt die Sperrung aufheben und die Baustelle in den östlichen Teil der Forststraße verlagern.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen zum Material, das aus der Schlaglochstrecke wieder eine Straße macht: 3 000 Tonnen Schotter, 1 200 Quadratmeter Asphalt und 850 Quadratmeter Pflaster allein im ersten Abschnitt, 500 Meter Leerrohre, falls die Telekom den Breidert mit schnellen Datenleitungen beglückt.

Quelle: op-online.de

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