Hunde müssen in Wald und Feld an die Leine

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Manfred und Doris Anthes aus Waldacker führen Hannah, eine spanische „Lady“ und Fari, einen persischen Saluki-Windhund, natürlich dort, wo Leinenzwang herrscht, auch nur an der Leine aus. 

Rödermark - (lö) Seit Sonntag müssen Hunde in großen Teilen von Wald und Feld wieder an die Leine. Der Leinenzwang gilt bis zum 15. Juni in ausgewiesenen Gebiet. Er dient hauptsächlich dem Schutz von bodenbrütenden Vögeln wie Rebhuhn, Lerche, Kiebitz, Wildente und Wachteln oder trächtigen Rehen.

Bei Verstößen drohen Geldbußen zwischen 15 und 5 000 Euro. 2008 baten die städtischen Ordnungspolizisten elf unvernünftige Hundebesitzer zur Kasse.

„Natürlich gibt es wie überall ein paar schwarze Schafe, aber im Großen und Ganzen zeigen sich die Hundehalter einsichtig“, sagte Günther Braun vom Fachdienst Öffentliche Ordnung. In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Bußgelder für „Wiederholungstäter“ immer um die zehn gelegen. Bevor seine Kollegen den Knöllchen-Block zücken, weisen sie die Hundebesitzer mindestens einmal auf ihre Fehler hin.

Der Leinenzwang ist Teil einer Gefahrenabwehrverordnung. Zur Umsetzung ließ die Stadt 2004 in den dafür ausgewiesenen Gebieten Schilder anbringen, die zurzeit auf Beschädigungen überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.

Um auch den Interessen von Hundebesitzern gerecht zu werden, ist der Freilauf rund um die Wohngebiete fast überall noch immer möglich. Viele Hundebesitzer fragen im Ordnungsamt nach der Skizze mit den ausgewiesenen Bereichen des Leinenzwangs. Diese kann unter der Homepage der Stadt Rödermark (www.roedermark.de im Bereich Bürger&Stadt unter Download) oder im Rathaus Urberach, Zimmer 100 und 101, eingesehen werden. Auskunft zur Anleinpflicht gibt Günther Braun unter 06074/911-830.

Braun erinnert auch noch mal an die „Hundetüten“, die es im 50er-Pack für einen Euro in den Rathäusern gibt. Mit diesen schwarzen Säckchen können Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde hygienisch entfernen und ordnungsgemäß entsorgen. Die Stadt appelliert damit an die gegenseitige Rücksichtnahme. Vor allem den Landwirten bereitet der Kot Probleme, da er mit dem Heu als Futter von den Nutztieren aufgenommen wird und zu Erkrankungen führen kann.

Außerdem gibt es am Ortsrand von Ober-Roden drei „Hundestationen“, die von Privatpersonen gesponsert wurden. Hier können Hundehalter beim Gassigehen kostenfrei Tütchen für Hundedreck entnehmen.

Quelle: op-online.de

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