Zukunftswerkstatt: Ideen für Waldacker

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Rege Beteiligung herrschte beim Auftakt der „Zukunftswerkstatt Waldacker“ – die vorbereiteten Materialien rund um den Ortsteil wie auch die Anmeldeliste für die zweitägige Werkstatt waren ständig belagert.

Waldacker (chz) - Das Projekt „Leben und Älterwerden in Rödermark“ - von Stadt und Seniorenbeirat auf den Weg gebracht - hat die erste Zukunftswerkstatt bereits erfolgreich etabliert: Im Ortsteil Breidert gibt es zukunftsträchtige Ansätze für neue Lebensqualität.

In einem zweiten Durchgang hoffen Bürgermeister Roland Kern und Wolfgang Geiken-Weigt, Leiter Soziale Dienste und Senioren bei der Stadt, in Waldacker mit einer zweitägigen Zukunftswerkstatt ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen und Anstöße auf den Weg zu bringen.

Rege Beteiligung herrschte beim Auftakt der „Zukunftswerkstatt Waldacker“ – die vorbereiteten Materialien rund um den Ortsteil wie auch die Anmeldeliste für die zweitägige Werkstatt waren ständig belagert.

Der Einstieg dazu war hoffnungsvoll. Rund 60 Bürger trafen sich zum vorbereitenden Gespräch im Bürgertreff, um sich von den Organisatoren ebenso wie von Ria Keller-Wettermann, der Leiterin der Kita Waldacker, und von Heinz Weber, dem Vorsitzenden des Rödermärker Seniorenbeirats, Näheres zu Waldacker und zum erfolgreichen ersten Workshop erzählen zu lassen. Am Schluss standen 25 verbindliche Anmeldungen für den Zukunftswerkstatt am 10. und 11. November im Bürgertreff in der Liste. Dazu gab es Interessierte, die aus Termingründen nicht teilnehmen können.

Ältere Menschen stehen vor Versorgungsproblem

Eine Neuerung beim zweiten Durchgang: von der Stadt wurden diesmal im Vorfeld alle Haushaltsvorstände ab 25 Jahren angeschrieben statt wie im Breidert ab 50 Jahren aufwärts - allerdings lag der Termin bereits mit zwei Werktagen fest. Das wiederum schürt die Besorgnis der jüngeren Bürger, dass sich die Interessen der Teilnehmer und die Ergebnisse seniorenorientiert ausrichten und damit an einem Großteil der Waldackerer vorbei laufen könnten.

Spätestens seit der gerade erfolgten Schließung des örtlichen Schlecker-Marktes ist es jedoch auch eindeutig, dass gerade ältere, kranke und behinderte Menschen hier vor großen Problemen stehen und der Vertiefung nachbarschaftlicher Hilfe und eines neu belebten Miteinanders im Ortsteil dringend bedürfen. Schlecker hatte am 19. Oktober an der Hauptstraße dicht gemacht. Ein Schild an den Fenstern verkündet, dass die Kunden in Zukunft in der nächstgelegenen Verkaufsstelle im Breidert City Center, Breidertring 2a, versorgt werden. Dort können sie auch ihre noch ausstehenden Fotos abholen.

Hausbesitzer Wolfgang Weyrich (70) ist froh, für die Räume bereits einen Nachfolger gefunden zu haben, der jedoch nichts zum alltäglichen Bedarf der Bürger in Waldacker beiträgt – wieder ein Stück Lebensqualität weniger im nördlichsten Ortsteil. Gut zu wissen: Wolfgang Weyrich will seine Postfiliale und den Verkauf von Backwaren und Zeitungen noch aufrecht erhalten, „solange ich das noch schaffe.“

Zurück zur Zukunftswerkstatt: Die enge Einbindung der Kita Waldacker und auch die guten Erfahrungen, wonach im Breidert alle Altersgruppen an der Zukunftsgestaltung mitwirken, obwohl nur Menschen 50+ ursprünglich eingeladen waren, gibt für Waldacker Hoffnung.

„Bei einem nächsten Quartierworkshop werden wir das auf alle Fälle einbeziehen“, verspricht Wolfgang Geiken-Weigt. Diesmal jedoch liegt der Termin fest (Donnerstag, 10. November, 10 bis 16 Uhr; Freitag, 11. November, 9 bis 15 Uhr). Wer am Mittwoch nicht bei der Anmeldung dabei sein konnte, kann sich bei ihm direkt telefonisch anmelden: 06074-911 350. Mehr auch unter www.quartier-breidert.de.

Quelle: op-online.de

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