Unternehmen investiert zehn Millionen Euro

Incoe legt Grundstein für Europazentrale

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Incoe-Vorstandsvorsitzender Eric Seres,  Andreas Leister von der Firma Goldbeck, Bürgermeister Roland Kern und Incoe-Präsident Robert Hoff (von links) legten den Grundstein in die Erde, Europa-Chef Gunnar Gramatzki (rechts) gab den Takt beim Schaufeln vor.

Ober-Roden - Die Firma Incoe-Heißkanaltechnik hat gestern den Grundstein ihrer 5200 Quadratmeter großen Europazentrale gelegt.

Das Unternehmen, das bisher an drei Standorten im Industriegebiet von Ober-Roden vertreten ist, konzentriert Produktion und Verwaltung auf einem 14.400 Quadratmeter großen Grundstück in der Carl-Zeiss-Straße und investiert etwa zehn Millionen Euro. Gunnar Gramatzki, der Europa-Geschäftsführer, will möglichst noch dieses Jahr, spätestens aber im Frühling einziehen. Das Unternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter.

Gramatzki dankte der Stadt für „die phantastische Unterstützung“, Bürgermeister Roland Kern dankte wiederum „für die Entscheidung zu bleiben und sich weiterzuentwickeln“. Die netten Worte im offiziellen Teil ließen die Zitterpartie, die hinter der Stadt liegt erahnen. Incoe trug sich mit Abwanderungsgedanken, Ober-Roden stand nach Aussage des Bürgermeisters „auf der Kippe“. Die Stadt ist dem Unternehmen weit entgegengekommen. Das bislang nicht vermarktbare städtische Grundstück mit 5 038 Quadratmetern wurde nicht verkauft, sondern mit notariellem Vertrag auf zehn Jahre verpachtet, erläuterte Kern gegenüber unserer Zeitung. Incoe habe die „jederzeit wahrnehmbare Option“, das Grundstück unter Anrechnung der bis dahin aufgelaufenen Pachthöhe zu kaufen. Erstmals fällig ist der Pachtzins am 1. Januar 2016.

Vorstandsvorsitzender Eric Seres, der Enkel des Firmengründers Alex Seres, Incoe-Präsident Robert Hoff, Gunnar Gramatzki und Architekt Andreas Müller verstehen dieses Projekt als einen entscheidenden Schritt, um künftig alle Prozessabläufe für eine optimale Kundeneffizienz garantieren zu können. Diese Effizienz, so Gramatzki, kompensiere den „teuren Standort“.

Vor zwei Jahren, so der Europa-Chef weiter, seien Ideen und Visionen für die neue Zentrale zu konkreten Überlegungen geworden. Der Gebäudekomplex besteht aus zwei Trakten, die einschließlich ihrer Parkplätze auf mehr als 14 000 Quadratmetern Grundstück stehen. Den größeren Teil des Grundstücks hat Incoe von einem privaten Besitzer erworben. In wenigen Monaten hat das Unternehmen eine Gebäudefläche von etwa 5 200 Quadratmetern für Verwaltung und Produktion zur Verfügung.

Mit der Devise: „Endlich alles unter einem Dach“ beschreibt Gramatzki den Gewinn für das Unternehmen und letztendlich auch die Zulieferer und Kunden. Der Neubau sei die logische Konsequenz der personellen und geschäftlichen Entwicklung der letzten Jahre, in denen Incoe gewachsen sei und auch in Europa an Bedeutung gewonnen habe. Manager Dirk Schubert, der das Bauprojekt intern koordiniert, erläuterte, dass nicht nur das Mehr an Fläche für die Geschäftsleitung und die amerikanischen Eigentümerfamilie entscheidend war. Ein Neubau ermögliche moderne Energiekonzepte, Feinheiten wie ein klimatisiertes Qualitätssicherungslabor und vor allem neue Produktionslinien.

(lö)

Quelle: op-online.de

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