Informationsbedarf war größer als die Kauflust

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Viele Bürger nutzten die Möglichkeit, sich den derzeitigen Stand der Bauarbeiten am Marktplatz aus nächster Nähe anzuschauen.

Ober-Roden ‐ Ganz im Zeichen der Großbaustelle Ortskern stand der Ober-Röder „Frühjahrseinkauf“ am Sonntag – bewusst auch von Gewerbeverein und Einzelhändlern in Kauf genommen und als Chance genutzt, die Bürger zu informieren und mit ihnen zu diskutieren. Von Christine Ziesecke

So standen während der Öffnungszeiten der Läden auch Vertreter aller Parteien, des Gewerbevereins und des Ordnungsamtes an jenem Plakat Rede und Antwort, das im Groben die geplanten Schritte und die zum Markttag Ende Juni hoffentlich erreichte Endstufe skizziert. „Es herrschte ein hoher Informationsbedarf, die Bürger haben sich sehr interessiert gezeigt“, resümierte Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Rädlein. „Rund 70 Prozent der Gesprächspartner zeigten sich verständnisvoll und freuen sich auf die Ergebnisse, die anderen 30 Prozent der Bürger, die hier am Stand waren, hatten eher kritische Meinungen.“ Besonders in der Diskussion stand dabei Stefan Brockmann, der als Vertreter des Ordnungsamtes die Halteverbote begründen musste.

Den Verkaufserfolg sah Manfred Rädlein sehr wohl beeinträchtigt: „Heute waren die Geschäfte sicher nicht so erfolgreich wie sonst an den offenen Sonntagen, da die Händler keine größeren Aktionen rund um ihre Läden anbieten konnten und weil das verbindende Leben auf der Straße natürlich fehlte. Aber die Ladeninhaber haben das im Hinblick auf die besseren Chancen für die Zukunft akzeptiert.“

Viele Menschen drückten sich an den Bauzäunen entlang, um einen Blick auf das Herzstück der Umbauarbeiten zu erlangen, und nicht nur die geplagten Ober-Rödern waren interessiert: aus Urberach etwa war Eduard Dutiné gekommen: „Ich muss doch einmal selber schauen, was hier eigentlich passiert.“

Quelle: op-online.de

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