Informiert beten und helfend handeln

+
Die zentrale Lesung aus den Briefen des Paulus an die Römer trugen die Frauen in Urberach von einer Schriftrolle vor.

Rödermark - (chz) „Viele sind wir, doch eins in Christus“: Unter diesem Thema feierten Frauen auch in Ober-Roden und Urberach am Freitag ökumenische Gottesdienste zum Weltgebetstag. „Es war ein guter Gottesdienst, und auch danach der Besuch im Forum war noch sehr lebhaft und wir hatten gute Gespräche“, freute sich Marlis Rühl von der evangelischen Kirchengemeinde Ober-Roden stellvertretend für die zehn Ober-Röder Frauen.

Auch Dorothea Santner von der Petrusgemeinde war mit dem gut besuchten Urberacher Gottesdienst sehr zufrieden, auch wenn sie anschließend zur Fastengruppe ins Dachstudio abmarschierte, statt sich beim gemeinsamen Imbiss auszutauschen.

In mehr als 170 Ländern wird der Weltgebetstag begangen, seit 60 Jahren beteiligen sich deutsche Frauen an dieser weltweit größten Laieninitiative. Lieder und Gebete aus Papua-Neuguinea machten deutlich, wie sehr sich Sorgen und Probleme der Frauen in aller Welt ähneln und wie wichtig es ist, Informationen über das Leben gerade der Frauen an entfernten Flecken der Erde zu bekommen.

Informiertes Beten und betendes Handeln, diese Devise der ursprünglich reinen Fraueninitiative machen sich auch die Rödermärker Weltgebetstags-Kreise zu eigen. Für sie fängt die Vorbereitung zum ersten Freitag im März bereits Monate vorher an. Seminare im Dekanat und auf Landesebene vermitteln neben Informationen zu den Gastgeberländern auch viel Kulturelles, gerade auch über landestypische Musik. Wieder zu Hause, werden ab Januar in nahezu wöchentlichen Treffen die Gottesdienste vorbereitet. Aus einer vorgegebenen Liturgie gilt es Schwerpunkte herauszuarbeiten, Bezüge auf eigene Parallelen einzubauen und den Gottesdienst optisch ansprechend zu verpacken.

Im Form Nazarius konnten die Besucherinnen sich am Eine-Welt-Stand auch über Waren aus Papua-Neuguinea informieren.

Beide ökumenische Gruppen treffen sich seit vielen Jahren in nahezu gleicher Besetzung. Sie haben eine lange eigenständige Tradition, so dass auch der Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Rödermark zur Zusammenlegung in weite Ferne verschoben wurde. Die Gruppen möchten in ihrer „handlichen“ Größe weiter arbeiten; außerdem befürchten sie einen Besucherschwund, wenn die Gottesdienstgäste abends noch in einen anderen Stadtteil fahren müssten.

Zur Vorbereitung des lebensnahen theologischen Mittelteils der Gottesdienste suchen sich die Frauen Beistand bei ihren Gemeindepfarrern, die gerne unterstützen, sich aber ansonsten bewusst heraushalten.

Neben der Gottesdienstvorbereitung gibt es die Küchenarbeit. Die Frauen kochen Originalrezepte aus den vorgestellten Ländern und kümmern sich um die Gestaltung des Beisammenseins nach dem Gottesdienst, der abwechselnd in der katholischen und der evangelischen Gemeinde stattfindet.

Musikalische Hilfe holen sich die Gruppen von außen. Während die Ober-Röder in Katrin Waller (Gitarre, Flöte, Gesang) und Elisabeth Störmer (Keyboard) fündig wurden, erhielten die Urberacher Frauen Unterstützung von Ulrike Stahn am Keyboard und dem jungen Schlagzeuger der katholischen Kirchenband „Connected“, Alexander Cappel, an den beiden großen Trommeln, deren dumpfer Klang sich wie ein roter Faden durch den gesamten Gottesdienst zog.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare