Bürgernähe bei Bier und Bratwurst

Ober-Roden (chz)- Zum fünften Mal feierte die Initiative „Menschen vor Ort“ (MvO) ein Fest für alle Bewohner des Ortskerns und ihre Gäste.

„MvO, das sind wir und das sind auch Sie, die hier mit uns feiern“, begrüßte Arno Mieth stellvertretend für alle anderen Mitglieder der Initiative die Gäste auf dem Parkplatz in der Pfarrgasse, der mit viel Aufwand wieder einmal zum kleinen Festplatz umgebaut worden war.

Prädestiniert für den Bieranstich im Ortskern von Ober-Roden: Bürgermeister Roland Kern.

„Wozu wir das alles machen? Wir wollen einfach enger zusammenwachsen.“ Dass dabei auch immer ein respektabler Erlös übrig bleibt, den die MvO sozialen Zwecken zukommen lassen, kommt als positiver Nebeneffekt noch dazu. So konnten in den letzten Jahren bereits der katholische Kindergarten, ein schwerer Krankheitsfall, die Anschaffung städtischer Spielgeräte, der Rödermärker Brotkorb, die Alltagsdrogenberatung sowie die Jugendfeuerwehr Urberach unterstützt werden.

Gemeinnützigkeit besänftigte Kritiker

Wer in diesem Jahr buchstäblich vom Profit profitieren wird, beschließt die Gruppe erst nach Kassenabschluss. Diese auch staatlich anerkannte Gemeinnützigkeit besänftigte auch einen Anwohner aus der weiteren Nachbarschaft, der sich über die Lärmbelästigung durch das Fest im Herzen von Ober-Roden beschwerte. Das Argument der Gemeinnützigkeit ließ ihn das Gehörte gerne durchhalten.

Ansonsten gab"s fast nur helfende Hände aus der Nachbarschaft, nicht nur bei Auf- und Abbau und bei der Bewirtung den ganzen Tag über, sondern auch mit Kuchen, Salaten und Eisspenden. Dafür ist Arno Mieth besonders dankbar, ebenso wie den vielen Kommunalpolitikern, von denen manche tropfnass bis zum Bieranstich durch Bürgermeister Roland Kern im Regen ausharrten.

Enge Zusammenarbeit von MvO mit der Interessengemeinschaft

Nicht nur die enge Zusammenarbeit von MvO mit der Interessengemeinschaft Ortskern Rödermark IGOR führte dazu, dass auch die Ortskernbegehung mit Reinhard Berker beim Ortskernfest endete. Die Kinder hatten ihren Spaß am immer großzügigeren Spielangebot auf der gesperrten Pfarrgasse und genossen vor allem das Schießen mit der kleinen Holzarmbrust auf die eigens dafür gezimmerte Holzburg.

Durch so ein paar Platzregen lassen sich die „Menschen vor Ort“ und ihre Gäste doch ihr Ortskernfest nicht verregnen. . .

Am Abend wurde es musikalisch. Neben Chris Wittich, der seit drei Jahren das Fest stimmlich und mit der Gitarre bereichert, reiste auch wieder Live-Sänger Frans Huben eigens aus Holland an. Ihm hatte es 2011 so gut gefallen, dass er inzwischen zwei neue Auftritte zugesagt hat.

Gut geklappt und die Arbeit an den Kassen gewaltig erleichtert hat auch wieder die Abrechnung in der Währungseinheit Ortskerndollar. Die zeitweise bis zu 300 Gästen gleichzeitig auf dem kleinen Parkplatzgelände konnten so bedeutend schneller und zügiger abgefertigt werden. Arno Mieths Fazit nach sehr viel Arbeit und ebenso viel Spaß: „Es hat sich gelohnt und wir sind sehr zufrieden mit unserem fünften Ortskern-Straßenfest. Vielleicht haben wir wieder zu mehr Bürgernähe untereinander im Ortskern beigetragen. Schließlich sind die Vereine und Bürgerinitiativen das Rückgrat der viel zitierten Bürgergesellschaft.“

Quelle: op-online.de

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