Plötzlich in den Gegenverkehr

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Wo, bitteschön, geht’s hier lang? Warnbaken und Markierungen sorgten für Irritationen.

Waldacker (bp) - Irritationen und unnötige Gefahren für Autofahrer verursachte eine missglückte Fahrbahnmarkierung in der Großbaustelle auf der Hauptstraße B 459. Die Gefahr ist inzwischen gebannt.

Die gelben Fahrbahnmarkierungen endeten in Höhe der Tankstelle im Nichts oder an einer rotweißen Warnbake. Wie diese dorthin kam, ist offen. Autofahrer mussten auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Es kam zu brenzligen Situationen.

Wer die irritierende Markierung aufgebracht hat, konnte bisher nicht geklärt werden. Die zuständige Baufirma in Fulda war am gestrigen Brückentag nicht erreichbar. Anwohner riefen die Polizei. Beamte rückten eine der Warnbaken zurecht.

Wirbel gibt es um die Großbaustelle auch aus einem anderen Grund. Die „Bürgerinitiative Hauptstraße Waldacker“ reklamiert, dass bei Wiederherstellung der Piste der viel zu schwache alte Unterbau (30 Zentimeter) nicht erneuert und auf 65 Zentimeter ausgeweitet werde. Vielmehr solle „lediglich der alte Oberbelag abgefräst und durch eine neue Asphaltschicht ersetzt werden“. Dabei sei die Ortsdurchfahrt schon seit Jahren zu schwach dimensioniert für die etwa 18.000 Autos täglich (darunter bis zu 700 LKW). Außerdem werde auf etwa der Hälfte der Strecke der Unterbau durch Nivellierungsarbeiten noch weiter vermindert.

Der alte Straßenaufbau von 30 Zentimeter Dicke entspreche heute nicht mehr den Richtlinien für solch stark befahrene Straßen. „In Gesprächen wurde uns eine Aufbauhöhe von 65 Zentimeter genannt“, teilt die BI in einem offenen Brief an den Bürgermeister und Baudezernenten Roland Kern mit.

„Es ist für die Anwohner Waldackers schwer nachvollziehbar, dass das Baudezernat der Stadt für eine Sackgasse in gleichem Stadtteil einen Straßenaufbau von eben diesen 65 Zentimetern verlangt, sich aber bei der mit bis zu 18 000 Autos/LKWs täglich meistbefahrenen Straße der Stadt mit einem Feldweg ähnlichen Unterbau zufrieden gibt. Wenn neu, warum nicht nach den Richtlinien?“, fragt die BI den Bürgermeister kritisch.

Quelle: op-online.de

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