Islamkunde an den Grundschulen

Rödermark (bp) - Auf dem Weg zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts sieht sich die Stadt Rödermark im Zeitplan. 2013 könne es los gehen, berichtet Bürgermeister Roland Kern. Er habe die Leitungen der beiden Grundschulen für 10. Mai zu einem Gespräch über das Projekt eingeladen.

Begonnen werde „innerhalb des staatlichen Schulangebots“ in den ersten Klassen. Eine Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat habe ergeben, dass 30 Prozent aller Grundschulkinder muslimischen Glaubens sind - also etwa 60 Kinder pro Jahrgang. 140 Eltern hatten im vergangenen Sommer mit ihren Unterschriften einen Islamkundeunterricht gefordert. Kern vermutet, dass es Probleme geben könnte, genug Lehrer zu finden. Womöglich werde auf Pädagogen muslimischen Glaubens zurückgegriffen, „die eigentlich etwas ganz anderes unterrichten“.

Unterdessen liegen der Landesregierung die religionswissenschaftlichen Gutachten vor. Darin wurde geprüft, ob die als Partner für den Unterricht vorgesehene Ahmadiyya-Gemeinde sowie die türkische Ditib als Religionsgemeinschaften infrage kommen. In zwei weiteren Gutachten soll nun bis Ende Juni festgestellt werden, ob die Gemeinden auch die verfassungsrechtlichen Bedingungen erfüllen. Das Land will mit dem Islamunterricht im Schuljahr 2013/14 beginnen.

Quelle: op-online.de

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