Feinster Jazz im Keller

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Nicht zum ersten Mal in der 33-jährigen Geschichte des Jazzclubs Rödermark-Rodgau war die Allotria Jazzband aus München zu Gast. Posaunist Fritz Stewens und die anderen Musiker fühlen sich im Ober-Röder Keller wohl.

Ober-Roden (chz) - 33 Jahre Jazz in Rödermark, 33 Jahre Jazzclub im Keller der Turnerschaft: Der Jazzclub hatte schon bei seinem 30. Geburtstag beschlossen, gegen den Strom zu schwimmen und eben mal den 33. mit einer Gala zu begehen, bei der zwei der großen deutschen Jazzbands zu Gast sind.

Die Schnapszahl steht für 33 Jahre feinsten Jazz im Keller, After Hours Jamsessions, Riverboat-Shuffles und Jazz im Wald, Newcomer-Workshops und Kirchengalas. Der Jazzkeller hat absoluten Kultstatus.

Für die erkrankte Vorsitzende Sylvia Altenberg begrüßte ihr Vorgänger Albert Böttner, die Gäste, unter ihnen viele langjährige Clubmitglieder. Raimund Schultz, einer der Gründer, hatte im Clubraum im Keller der TS-Halle drei dicke Chronikbände ausgelegt, die er aus den Materialien der letzten 33 Jahre gestaltet hat. Der frühere Vorsitzende Clemens Dettmar, der den Jazzclub ab 1991 führte, war extra zum 33. aus Bad Neuenahr angereist. Ebenfalls stark vertreten im TS-Saal: die Kooperationspartner, „mit denen zusammen wir viele schöne Veranstaltungen gemacht haben“, so etwa das Kunstforum Seligenstadt, der Kreis Offenbach, die Künstlergruppe KiR und der Lions-Club Rodgau-Rödermark, der den alljährlichen „Jazz auf der Bulau“ mitgestaltet.

Längst liebgewonnene Geburtstagsgäste auf der Bühne waren die Allotria Jazzband aus München und die Barrelhouse Jazzband aus Frankfurt. Beide verwandelten die TS-Halle in eine Music-Hall à la New Orleans. Nach dem Konzert ging’s im wenige Stufen entfernten Jazzkeller mit einer zünftigen Jam-Session weiter – eine Herausforderung an Bassist und „Haustechniker“ Roland Ulatowski: „Zwei so bekannte Jazzformationen immer im Wechsel bei einem Konzert auf der Bühne, da hat jeder seine eigenen Wünsche: Heute etwa möchte der Pianist der Allotria Jazz Band keinen Monitor, der Pianist der Barrelhouse aber unbedingt.“ Da wurde eben rasch einer gebastelt, den die Pianisten selber an- und ausschalten können. Im Jazzclub geht vieles oder wird rasch gehend gemacht. J chz

Quelle: op-online.de

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