Ära Josef Kuger beendet

Ober-Roden - (chz) Zum 13. und zugleich letzten Mal legte Vorsitzender Josef Kuger bei der Jahreshauptversammlung des Volkschors Ober-Roden in den Probenräumen in der TS-Halle den Rechenschaftsbericht des Vorstands ab. Nach 30 Jahren im Chor und fast ebenso langer Zeit im Vorstand scheidet er aus gesundheitlichen Gründen aus.

13 Jahre hat er als Rechner gewirkt und ebenso lange als Vorsitzender. „Nun ist es Zeit, mal das Ruder an Jüngere abzugeben!“ Damit hofft er vor allem auf die Aktivierung neuer Sänger, wie er in einer selbstkritischen Rückschau formuliert.

Mit ihm gab auch zweiter Vorsitzender Gerhard Weber sein Amt ab, den mit Kuger 30 Jahre gemeinsame Vorstandsarbeit verbinden. Hintergrund ist dabei hauptsächlich die neue Situation im Vorstand: „Vater und Sohn gemeinsam als Vorsitzende kann nicht sein - wir sind doch kein Familienbetrieb!“

Zum neuen Vorsitzender hatten die Mitglieder des Volkschors zuvor einstimmig den bisherigen Pressesprecher Gerd Weber gewählt. Zweiter Vorsitzender wird ebenso einstimmig Klaus Auth, der dafür 13 Jahre als Rechner abschließt und diesen Posten an Wolfgang Pfeiffer übergibt.

Als Schriftführer fungiert weiter Holger Groh; Pressewart ist nun Frank Koser. Als Beisitzer arbeiten Mike Köhl (Archivar), Ehrenvorsitzender Franz Koser und Thomas Müller, dazu kommen Gerhard Weber und Josef Kuger.

In seiner Antrittsrede betonte Gerd Weber die dringende Suche nach neuen aktiven Mitgliedern für den Männerchor sowie die herzliche Bitte an alle Chormitglieder, fleißig Veranstaltungen zu besuchen und auch erbetene Dienste wahrzunehmen, im eigenen wie in anderen Vereinen.

Sein besonderer Dank galt neben den scheidenden Vorsitzenden auch dem Dirigenten Georg Winkler, mit dem der Chor seit nunmehr 20 Jahren gedeihlich zusammenarbeitet.

Ausgeglichen, wenn auch nicht gerade erfreulich sieht der Kassenbericht des Vereins aus, der ein leichtes Plus verzeichnet, das aber durch zweijährlich fließende Zuschüsse zustande kommt. Ein Diagramm über Probenbesuche und Auftritte stellte den Vorstand zufrieden. „Die Probensituation hat sich wieder verbessert, unsere Aktivitäten sind zufrieden stellend, aber es geht weiter bergab“ - jedoch nur mit der Zahl der aktiven Sänger, die im vergangenen Jahr von 27 auf 26 gesunken ist. In 38 Singstunden waren im Schnitt knapp 75 Prozent der Sänger anwesend - besonders belobigt wurden Franz Koser, Franz Röhrig und Alfred Schrod als Spitzenreiter mit 37 Teilnahmen.

Die Liste der eigenen und der besuchten Veranstaltungen war lang, und auch im laufenden Jahr stehen viele Termine im Veranstaltungskalender - allen voran als nächstes am 20. und 21. Mai das Waldfest: „Unsere wichtigste Veranstaltung - da muss jeder da sein!“

„Ein wandernder Geselle im Wald, im grünen Wald“, wohlklingend aus 20 Männerkehlen geschmettert, beendete traditionell die Jahreshauptversammlung, mit der für den Volkschor zumindest nominell nach fast 30 Jahren eine neue Zeit beginnt.

Quelle: op-online.de

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