Musik am Abend trifft ins Schwarze

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Zum Kleinkaliber-Schießen heißt es sich bäuchlings auf einen Tisch zu legen und dann gut zu zielen. Bei m Ortspokalschießen der Firmen und Vereine weisen langjährige Diana-Schützen die Laien gut ein und bedienen die technischen Hilfen. Auf Knopfdruck kommen die Zielkarten nach dem Schuss herangefahren.

Ober-Roden (chz) - 50 Jahre Schützenverein Diana – das ist nur die halbe Wahrheit, denn der Verein war bereits vom Jahr 1909 bis ins Dritte Reich aktiv. Doch das zählt aufgrund der langen Pause dazwischen nicht mehr.

1960 fing alles im Sägewerk der Firma Gotta an. „Da haben ein paar Interessierte, allen voran Hans Gotta, angefangen zusammen zu schießen“, erinnert sich Gründungsmitglied Berthold Roth. Ein Jahr später gründeten sie einen Verein, der im Nu großen Zulauf hatte und im früheren „Schützenhof“ an der Frankfurter Straße sein erstes Vereinslokal hatte. Als der Verein das Gelände „Außerhalb 31“ zwischen Waldacker, Messenhausen und Ober-Roden von der Stadt zugeteilt bekam, ging’s an den Ausbau des eigenen Heimes.

Schon damals herrschte sehr viel Geselligkeit, allen voran mit Waldfesten und großen Schützenfesten – früher im Schillerwald, dann rund ums Vereinsheim. Seither ist der Verein von rund 70 Mitgliedern auf etwa 240 angewachsen. Sieben Gründungsmitglieder leben heute noch: Oswald Elischer, Ernst Geyer, Karl-Heinz Gotta, Georg Graf, Franz Kern, Berthold Roth und Reinhold Schrod. Bis auf Georg Graf trafen sie sich auch am Pfingstsonntag zum wöchentlichen Stammtisch, wo es sich zumeist um „Geschichten von früher“ dreht. „Wir möchten keine Minute missen von dem, was damals hier alles abgegangen ist“, erinnert sich der kurz nach der Gründung dazu gekommene Karl Gotta schmunzelnd.

Livemusik und Schnupperschießen

„Abgehen“ tut bei den Schützen immer noch so einiges, so auch am Pfingstwaldfest. Nicht nur örtliche Musikvereine gastierten auf der Bühne, sondern erstmals gab’s auch abends Livemusik. Die kurzfristig eingesprungene Band „BLB“ traf mit ihren Schlagern und Hits der 70er und 80er Jahre den Publikumsgeschmack genau. Auch wenn die etwas älteren Diana-Mitglieder beim Aufbau und Einstimmen der Band auf der mobilen Bühne noch etwas wie „Viel zu laut!“ und „Das ist doch keine Musik für uns“ brummelten, so waren sie danach voller Lob. Auch die Band genoss ihr Publikum und hat fürs nächste Pfingstwaldfest schon wieder zugesagt.

Beim Kleinkaliber-Schnupperschießen für Jedermann konnte jeder Interessierte auf dem Schießstand seine Zielgenauigkeit ausprobieren. Firmen und Vereine bewarben sich um Pokale. Der Verein freute sich über 14 Teilnehmer am Firmenpokal-Schießen und die neue Rekordzahl von 22 Vereinsmannschaften. Die Turnerschaft Ober-Roden mit acht Mannschaften stellte die meisten Teilnehmer. Die „TS 4“ war die stärkste Gruppe und gewann vor dem „Monatsstammtisch Ober-Roden“ und dem DJK-TTC-Team 2. Bei den Firmen siegten Andreas Hitzel, Thomas Hitzel und Gerald Weinert von der Firma Elektro Hitzel vor der zweiten Mannschaft von Gotta Söhne und vor Agip Urberach.

Wer sich aufs 50. Jubiläum der Diana-Schützen einstimmen möchte, kann dies in der Kulturhalle tun. Dort sind historische Fotos und Dokumente sowie Siegerlisten der aktuellen Weltmeister in einer Vitrine ausgestellt.

Am 6. August gibt’s in der Kulturhalle die Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre SV Diana“ mit der Nierentisch-Schlagershow „Oder so!?!“, Eintrittskarten für zehn Euro im Vorverkauf gibt’s im Farbenhaus Hunkel, an der Agip-Tankstelle Teurer (Urberach) und beim Blumenhaus Wittich.

Die akademische Geburtstagsfeier ist für Sonntag, 20. November, im Vereinsheim geplant.

Quelle: op-online.de

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