Jugendarbeit steht auf vielen Beinen

Rödermark (lö) - Von wegen Winterflaute: Die offene Jugendarbeit startet mit Vollgas ins neue Jahr. Gestern produzierten Rödermärker Nachwuchs-Filmemacher im Studio des Offenen Kanals Offenbach eine Fernseh-Sendung, die demnächst im „SchillerHaus“ gezeigt wird.

Am Donnerstag und Freitag dieser Woche trainieren Mädchen ab zwölf Jahren ebenfalls im „SchillerHaus“ Selbstbehauptung und -verteidigung. Stephanie Grabs nimmt auch kurzfristig noch Anmeldungen entgegen: Stephanie.Grabs@roedermark.de.

Stephanie Grabs und ihr Kollege Jens Müller setzen auf eine Mischung aus festen Angeboten, offenen Treffs, Projekten und Arbeitsgruppen für junge Leute zwischen 12 und 20 Jahren. Von montags bis mittwochs konzentriert sich die Jugendarbeit auf das JUZ in Ober-Roden, donnerstags und freitags aufs „SchillerHaus“ in Urberach. Die Öffnungszeiten sind einheitlich (von 15.30 bis 20.30 Uhr), das Programm unterscheidet sich. Im JUZ ist es mit Krafttraining, Klettern und Kickboxen eher sportlich ausgelegt. Die Kletterwand im ehemaligen Feuerwehrturm wird derzeit allerdings mit neuen Seilen und Griffen ausgestattet und ist erst ab Februar wieder offen. Im „SchillerHaus“ liegt der Schwerpunkt eher auf kreativen Angeboten wie Foto-AG oder Kunstwerkstatt.

„Mit den AG"s wollen wir den Besuchern eine Alternative zum Abhängen und Chillen bieten“, erläutert Stephanie Grabs das Konzept. Sie betont aber auch, dass der offene Teil der Arbeit ein überaus wichtiger Aspekt ist. Er sei oft die Basis für Gespräche über Probleme in Schule, Familie oder Freundschaften.

„Rappelvoll mit Jugendlichen aus dem Seewald“

Das „SchillerHaus“ ist nach Aussage von Stephanie Grabs an beiden Öffnungstagen „rappelvoll mit Jugendlichen aus dem Seewald“. In Zahlen ausgedrückt: 35 bis 50 pro Nachmittag beziehungsweise Abend. Hausherrin Grabs ist einerseits froh, dass das „SchillerHaus“ als Begegnungsstätte für diesen Teil von Urberach angenommen wird. Andererseits schreckt genau das potenzielle Besucher aus anderen Ecken des Stadtteils ab.

In Urberach erreicht die Stadt mit ihren offenen Angeboten das typische Klientel kommunaler Jugendarbeit. Nämlich junge Menschen, die sich keinem Verein anschließen wollen. Viele der Ober-Röder JUZ-Besucher - durchschnittlich 25 bis 35 - sehen das Programm dagegen als Ergänzung zu sportlichen oder kulturellen Aktivitäten.

Ein Flugblatt mit den Angeboten und Öffnungszeiten im ersten Quartal 2012 liegt ab Mitte Januar in den Rathäusern, im JUZ, im „SchillerHaus“ und in der Nell-Breuning-Schule aus. Außerdem kann man es auf der Homepage der Stadt herunterladen. Fragen zur offenen Jugendarbeit beantworten Jens Müller (Jens.Mueller@roedermark.de, JUZ) und Stephanie Grabs („SchillerHaus“).

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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