Junge ist Bewerber Nummer drei

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Rödermarks SPD-Vorsitzender Stefan Junge ist die Nummer drei in der Riege der Bürgermeisterkandidaten. Vor ihm hatten Roland Kern (AL) und Norbert Rink für die CDU ihren Hut in den Ring geworfen.

Rödermark (lö) ‐ Die SPD schickt ihren Vorsitzenden Stefan Junge ins Rennen um den Bürgermeistersessel. Der 51-jährige Logistik-Kaufmann steht vor einer schweren Aufgabe: Bei den Bürgermeisterwahlen 1994 und 1999 landeten die SPD-Bewerber Cornelia Diekmann und Norbert Schultheis abgeschlagen auf dem dritten Platz, 2005 verzichteten die Genossen auf einen Kandidaten und bekundeten früh ihre Unterstützung für den späteren Sieger Roland Kern.

Dem nun will und muss Junge möglichst viele Stimmen abjagen, um das Minimalziel Stichwahl zu erreichen.

Stefan Junge wurde 1958 in Langen geboren, zog 1963 mit Eltern und Geschwistern in den äußersten Frankfurter Westen und wuchs dort in fast ländlicher Umgebung auf. Nach Schule und Ausbildung zum Fernmelde-Elektroniker ging er zum Bund, anschließend machte er erste Bekanntschaft mit einem ebenfalls sehr ländlichen Rödermark. Im heutigen „Bienengarten“ standen damals nur drei Häuser.

Aus der Bekanntschaft mit Rödermark wurde eine dauerhafte Zuneigung. Freiwillig verließ Junge diese Großgemeinde und heutige Stadt nur noch berufsbedingt und ging nach München. 1983 heiratete er in bayerischen Landshut eine Frankfurterin. Aus dieser Ehe gingen zwei inzwischen erwachse Söhne hervor.

Aktivitäten füllen Stefan Junges Freizeit fast komplett aus

Beide wurden in Frankfurt geboren, denn schon 1984 brachte ein erneuter beruflicher Wechsel die Junges nach Rödermark zurück, diesmal nach Ober-Roden. Den neuen Job hatte Junge steter Aus- und Weiterbildung im kaufmännischen und Logistikbereich zu verdanken. Heute ist Stefan Junge bei einem weltweit operierenden Automobilzulieferer in Obertshausen beschäftigt. Diese Zielstrebigkeit will er nun auch im Bürgermeister-Wahlkampf beweisen.

Noch vor allen politischen Aktivitäten begann er, sich im Vereinsleben zu tummeln. Vorstandsarbeit im Schützenverein Diana Ober-Roden und Mitorganisation einiger Großveranstaltungen stehen in Junges Vita. An der Spitze des Kultur- und Sportrings Ober-Roden löste er das DJK-Urgestein Hans Rebel ab. Die SPD setzt auf die vielfältigen Kontakte, die ihr Vorsitzender mittlerweile in die Vereinswelt geknüpft hat.

Diese Aktivitäten füllen Stefan Junges Freizeit fast komplett aus. Nur ab und an bleibt Zeit, sich um die 30-köpfige Heidschnucken-Herde zu kümmern, die er mit seinem Schwager in Klein-Umstadt hält.

Seit 2009 ist Junge ehrenamtlicher Richter

2005 trat Stefan Junge dann in die SPD ein, die schon immer seine politische Wahlheimat ist. 2006 kandidierte er für die Stadtverordnetenversammlung. Voriges Jahr übernahm er den Vorsitz der SPD, um Armin Lauer den Rücken für die Arbeit an der Fraktionsspitze freizuhalten.

Seit 2009 ist Junge ehrenamtlicher Richter am Darmstädter Verwaltungsgericht.

Die SPD, die ihn am Samstag, 6. Februar, um 15 Uhr im „Rothaha“-Saal offiziell aufs Schild heben will, ist sicher, dass er gegen seine Konkurrenten Roland Kern und Norbert Rink gut punkten wird. Ob er der größte der drei Kandidaten wird, wird sich im Frühjahr 2001 zeigen. Den Titel des längsten Bürgermeister-Bewerbers dürfte dem Zwei-Meter-Mann aber niemand abnehmen - egal, wen die FDP vielleicht noch ins Rennen schickt.

Quelle: op-online.de

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