Nachfolger wird Armin Lauer

Junge legt Fraktionsvorsitz nieder

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Armin Lauer übernimmt zum zweiten Mal den SPD-Fraktionsvorsitz.

Rödermark - Stefan Junge gibt den Vorsitz der SPD-Fraktion ab, Vorgänger Armin Lauer wird sein Nachfolger. Der Wechsel erfolgte zwar bei der turnusmäßig anstehenden Wahl zur Mitte der Legislaturperiode, ging aber keinesfalls reibungslos über die Bühne.

Die SPD geht am Dienstag mit einer neuen Fraktionsspitze in die Haushaltsberatung. Armin Lauer übernimmt den Vorsitz, Norbert Schultheis wird sein Stellvertreter. Fraktionsgeschäftsführerin bleibt Liane Burkhard. Der bisherige Fraktionsvorsitzende Stefan Junge hatte bei einer Klausur erklärt, dass er nicht mehr antritt.

Junge war seit Frühjahr 2011 Fraktionsvorsitzender. Zuvor hatte ihn seine Partei in eine aussichtslose Bürgermeisterwahl geschickt. Das Ergebnis: magere 4,7 Prozent. Es habe mehrere Gründe für seinen Rückzug gegeben, sagte Stefan Junge gestern gegenüber unserer Zeitung. Seine Art, die auf sechs Stadtverordnete geschrumpfte Fraktion zu führen, sei „nicht immer auf Gegenliebe gestoßen“. Er habe sich im Parlament und in Ausschüssen immer wieder rechtfertigen müssen, weil SPD-Stadtverordnete entweder von Vereinbarungen abgewichen seien oder sich im Ton vergriffen hätten. Dafür habe er sich intern den Vorwurf eingehandelt, er sei seiner Fraktion in den Rücken gefallen. Unterschiedliche Auffassungen habe es auch bei Haushaltskonsolidierung und Schutzschirm gegeben.

„Ich klebe nicht an meinem Stuhl. Wenn andere meinen, sie können es besser: Dann bitte!“, machte Stefan Junge aus seinem Groll keinen Hehl. Er versprach aber auch, sein Mandat zu behalten und die Fraktion „nach Kräften zu unterstützen“. Nachfolger Armin Lauer, der die SPD-Fraktion von 2007 bis 2011 geführt hatte, räumte „unterschiedliche Meinungen zu politischen Themen“ ein. Große Spannungen zwischen Stefan Junge und Teilen der Fraktion hat es seiner Ansicht nach aber nicht gegeben.

Das ist die neue SPD-Spitze

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Lauer und Schultheis richten den Blick nach vorn: „Wir haben uns für die Kommunalwahl 2016 einiges vorgenommen.“ Die SPD werde ihre Rolle als Oppositionkonsequent wahrnehmen und sich als Alternative zu Schwarz-Grün präsentieren. Lauer will die Genossen aber nicht zu Verweigerern um der Verweigerung willen machen: „Wenn wir ,Nein’ sagen, ist das immer begründet.“ 

Quelle: op-online.de

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