Junge Musiker auf der Bühne vereint

Ober-Roden ‐ „Let’s groove“ - der Titel eines frühen Stückes von Earth, Wind and Fire gab dem gemeinsamen Konzert der drei Rödermärker Jugendorchester seinen Namen. Von Christine Ziesecke

War es 2010 aus Termingründen ausgefallen, spannte es am Sonntag wieder einen Bogen von anspruchsvollen Pop-Rock-Vertonungen über Film- und Musicalmusik bis zum Jazz. Die Organisation lag diesmal in den Händen des Musikvereins 03 Ober-Roden.

Lisa Wilzbach und Maya Neubert vom MV 03 führten durch das Programm, das schon aufgrund der unterschiedlich starken Orchestergrößen nicht vergleichbar war. Manche Stücke waren für die Musiker ein Spagat: Präsentieren, was das Orchester kann, auch wenn es symphonischer Art und kein Ohrwürmer ist? Oder doch lieber Hits und Filmmusiken auf hohem Niveau, bei denen das Publikum mitwippt?

Der Gastgeber eröffnete mit seinem rund 25 Musiker starken Orchester unter der Leitung von Gregor Kastirke das Konzert in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Kulturhalle mit eine musikalischen „Leuchtfeuer“, an das sich ein „selbstgemachtes“ Medley anschloss.

Seit kurzem erst dirigiert Thomas Martin den Nachwuchs des Musikvereins 06 Urberach. Das mit 15 Jugendlichen kleinste der Orchester präsentierte ein anspruchsvolles Programm rund um das in erst in den letzten Monaten einstudierte schwierige Stück „Utopia“ des Niederländers Jacob De Haan.

Aus dem Vollen schöpfen konnte die „08er“-Dirigentin Anja Schrod mit einem mehr als 50 Akteure starken Jugendorchester. Dem Einstieg mit ihrem voluminösen Lieblingsstück „Pirates of The Caribbean“ folgten Medleys um Abba und Michael Jackson.

Gregor Kastirke leitete schließlich mit „Walkin’ on Sunshine“ auch den großen gemeinsamen Schlussakkord aller jungen Musiker.

Ob solche ständig wachsende Großveranstaltungen verschiedener manchmal auch konkurrierender Vereine eine Zukunft haben, bleibt zu hoffen, denn für die jungen Musiker sind sie ein gute Möglichkeit, sich vor einem breiten Publikum zu präsentieren. Auf alle Fälle muss keinem der drei Rödermärker Musikvereine bange sein, wenn solcher Nachwuchs in den Startlöchern steht.

Quelle: op-online.de

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