Kritik der Jungen Union

Schiefer Acker mit gefährlichen Ersatzbänken

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Ersatzbänke der ganz harten Art sind diese Steine am Rande des Bolzplatzes „An den Rennwiesen“.

Urberach - Der gut 30.000 Euro teure Bolzplatz im Neubaugebiet „An den Rennwiesen“ ist nach Ansicht der Jungen Union (JU) nur noch ein Acker. Dabei sei es erst gut ein Jahr her, dass Bürgermeister Roland Kern ihn eröffnet habe.

In der Anfangszeit wurde auf dem 1 200 Quadratmeter großen Platz gerne und häufig gekickt. Das Interesse habe seither jedoch nachgelassen, da der Platz an Qualität verlor. Der Rasen, so JU-Vorsitzender Maximilian Steiger, schrumpfte und besteht großteils nur noch aus Schlaglöchern. Durch die leichte Schräglage des Geländes sammelt sich Wasser darin. Fehl am Platz sind seiner Meinung nach auch die großen Steine am Rand. Wahrscheinlich sollten sie als Ersatzbank dienen, doch sie seien ein „unglaublich hohes Verletzungsrisiko“.

Die JU fordert eine Sanierung des Platzes, um ihn auch langfristig wieder nutzbar zu machen: „So wie er nun aussieht, verliert er seinen Sinn.“ Die CDU-Nachwuchsorganisation hat eine ganze Reihe von Vorschlägen parat: einen Gummiboden wie auf dem Fußballplatz der Schule an den Linden oder Kunstrasen; den Platz durchgehend umzäunen, damit der Ball im Spiel bleibt; die Steine entfernen, weil Ersatzbänke oder ähnliches auf einem Bolzplatz überflüssig sind. Die Vorschläge der JU können die Stadt eine ordentliche Stange Geld kosten. Die Turnerschaft Ober-Roden investierte 2011 mehr als 300.000 Euro in einen allwettertauglichen Kunstrasen. Der TS-Platz sei allerdings viel größer und müsse für Liga-Spiele weit höhere Anforderungen erfüllen als einer für Hobbykicker, erklärte Steiger.

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Der Jungen Union sei bewusst, dass eine Stadt, die 12,6 Millionen Euro ihrer Schulden ans Land übertragen und sich zu einem harten Sparkurs verpflichtet habe, grundsätzlich kein Geld für Projekte wie diese hat. Dennoch sieht Steiger diese Investition als notwendig an: „Sollte die Stadt nicht reagieren und den Platz verenden lassen, sind die Kosten von 30 000 Euro Verschwendung gewesen. Da ist es sinnvoller, nochmal ein wenig zu investieren.“ Die JU will den Bolzplatz zu einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung machen.

(lö)

Quelle: op-online.de

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