55 junge Zeitreisende

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Mittags kochen mehrere Mütter oder die Gruppe „Frauenfrühstück“ ein leckeres Essen.

Ober-Roden (chz) ‐ Mit Kamera und Mikrofon der Bibel auf der Spur – vier Tage lang erforschen die 55 Teilnehmer der Rödermärker Kinderbibeltage die Zeit, in der Jesu gelebt hat.

Geleitet werden die ebenso religiösen wie amüsanten und lebhaften Ferienspiele von den Gemeindepädagogen Britta und Frank Daxer und 20 Betreuern.

Eine Art blinkendes und blitzendes Zeittor mitten im Altarraum der Kirche ermöglicht es, aus dem Jahr 2010 in die Zeit der biblischen Bücher gebeamt zu werden. Ein Forscherteam bannt die Erlebnisse auf Film, die großen Handpuppen Emily und Monster begleiten die Expedition. Am Sonntag um 10 Uhr ist die gesamte Gemeinde eingeladen, sich im Gottesdienst die Ergebnisse dieser Zeitreise mitzuerleben.

Frank Daxer formuliert die Grundfrage hinter allem: „Was macht das Leben wertvoll? Was ist wichtig im Leben?“ In ganz alltäglichen Themen wie Essen und Trinken, Familie, Freundschaft und Miteinander werden Bibelszenen wie die Speisung der 5000, der zwölfjährige Jesus im Tempel oder die Kindersegnung morgens szenisch aufbereitet und ziehen sich weiter durch den ganzen Tag der fünf Gruppen.

Der Segen im großen Schlusskreis beendet jeden Kinderbibeltag, ehe es für die Teilnehmer nach Hause und für die Teamer an die Nachbereitung geht.

Doch wenn der Hunger kommt, helfen keine frommen Sprüche – drum sorgen mehrere Mütter im Wechsel mit der Gruppe des „Frauenfrühstücks“ fürs Mittagsmahl. Die hat gleich am ersten Tag bei Kindern und Betreuern mit Kartoffelsuppe und Fleischwurst sowie Schokoküssen als Nachtisch gepunktet. Die Ex-Konfi-Band musiziert bei den Andachten, einzelne Exkursionen wie etwa der Besuch einer Gruppe an der Kletterwand im alten Ober-Röder Feuerwehrturm beleben die Tage zusätzlich.

Eine Menge Vorbereitung, ehe es losgehen konnte, und viel ehrenamtliches Engagement der Teamer auch noch nach den vergnüglichen, aber anstrengenden Bibeltagen, bis alles wieder aufgearbeitet ist.

Was bewegt Jugendliche heutzutage, während ihrer wohlverdienten Ferien fast durchwegs zum wiederholten Male ihre Freizeit zu opfern? „Weil‘s Spaß macht, weil’s echt schön ist“, kommt ganz spontan und absolut glaubwürdig von Anna Huber aus Urberach, die fünf Jahre als Teilnehmerin bei den Kinderbibeltagen dabei war und inzwischen zum dritten Mal Teamer ist. Ebenso spontan kommt die Antwort von der Ober-Röderin Sarah Wiedenmann, die schon zum vierten Mal mitarbeitet und zuvor selbst an vielen Kinderfreizeiten und Veranstaltungen der Kirchengemeinde teilgenommen hat. – sie findet es immer wieder toll und opfert dafür auch gerne ihre Ferien.

Begeistert sind offensichtlich auch die meisten der Teilnehmer, die fast durchwegs schon zum wiederholten mal dabei sind wie etwa Philipp Grix, acht Jahre alt und rundherum begeistert: „..weil es einfach gut ist hier, das macht Spaß.“

Quelle: op-online.de

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