In Kanada „Sieger der Herzen“ geworden

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Justin und seine Mannschaftskameraden sahen von Westkanada nicht viel mehr als das, was sie während der Shuttlefahrten zwischen Unterkunft, Eishallen und dem ICG-Headquarter zu Gesicht bekamen.

Urberach (lö) ‐ Wenn Justin Moissl (12) das Wort Kanada nur hört, fangen seine Augen an zu leuchten. Und das, obwohl das Urberacher Eishockeytalent mit seinem RSC Darmstadt eine Niederlage nach der anderen kassierte.

Denn der RSC war die mit Abstand jüngste Mannschaft im Turnier der Weltschülerspiele und hatte die Lehrstunden auf dem Eis gottlob von vornherein einkalkuliert. Die vielen positiven Eindrücke, die Justin mit nach Hause nahm, machten alle Niederlagen mehr als wett. Zumal die Organisatoren der „International Children Games“ (ICG) den RSC ob seines großes Kampfgeistes zum „Sieger der Herzen“ kürte. Anfangs schwenkten Kindergartenkinder Deutschland-Fähnchen für Justin & Co., im Lauf des Turniers begeisterten sich auch ältere weibliche Fans für die Hessen-Jungs.

Die kanadische Gastfreundschaft und das ganze Drumherum begeisterten Spieler, Trainer und mitgereiste Eltern, schwärmte Justins Mutter Carrie Moissl nach der Rückkehr.

Obwohl die Anreise sehr anstrengend war, steckten die Jungs die Zeitverschiebung einigermaßen gut weg und nahmen Trainings-, Foto- und Pressetermine souverän wahr. Ein echtes Highlight waren zwei Interviews, die sie den örtlichen TV-Sender gaben und die sie dann immer wieder im Fernsehen sehen konnten. Carrie Moissl: „Ich glaube, sie fühlten sich wie kleine Stars.“

Justin und seine Mannschaftskameraden sahen von Westkanada nicht viel mehr als das, was sie während der Shuttlefahrten zwischen Unterkunft, Eishallen und dem ICG-Headquarter zu Gesicht bekamen. Der junge Urberacher, dessen Großvater Kanadier ist, hatte immerhin das Glück, sich zwischen zwei Spielen ein paar Stunden Auszeit nehmen zu können. Da unternahm er mit dem kanadischen Teil der Familie, die extra aus Vancouver angereist war, einen Ausflug ins Skigebiet „Big White“, wo auch die Ski- und Snowboard-Wettkämpfe stattfanden. Bei dieser Gelegenheit lernte er zum ersten Mal seine fast gleichaltrigen Cousins persönlich kennen. Die drei hatten viel Spaß miteinander und beschlossen in Kontakt zu bleiben und sich gegenseitig für längere Zeit zu besuchen. Seither führen sie über das Internet einen regen Austausch von deutschen und englischen Vokabeln.

Ganz unter dem Motto der ICG „Connecting Lives“ hatten die aus aller Welt stammenden Athleten auch ein wenig Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Dabei wurden eifrig Fotos gemacht und Pins, Mützen, Jacken, Trikots getauscht und E-Mail-Adressen eingesammelt.

Quelle: op-online.de

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