Karate-Dojo Dietzenbach jetzt auch in Rödermark aktiv

Körperbeherrschung und Kondition

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Was so spektakulär aussieht, erfordert vor allem Kraft und Körperbeherrschung. Viele Körperpartien sind mit weichen Materialien geschützt.

Urberach - Wo früher gegrillt wurde, wird jetzt gekämpft. Wer in der Messenhäuser Straße 36 noch einen Weber-Grill sucht, landet stattdessen beim Karate-Dojo Dietzenbach.

Am Samstag stellte der Verein seinen neuen Karate-Stützpunkt und Kumite-Landesstützpunkt Hessen-Süd mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung vor.
Anfang April hatten Mitglieder und deren Eltern den Umbau des einstigen Grill-Showrooms begonnen. Geld- und Sachspenden mehrerer Sponsoren ermöglichten dem Verein Karate-Dojo Dietzenbach, bereits vor den Sommerferien mit dem Karatetraining zu beginnen. Der Stamm der Mitglieder vergrößerte sich rasch. „Nun ist unser Dojo fertig und wir sind stolz, unsere Sportstätte zu präsentieren“, freut sich Vorsitzender Jamal Laudiai.

Die Trainer im neuen Karatestützpunkt sind alle bereits mit drei, vier Jahren in diesen Sport eingestiegen - ein Zeichen dafür, dass er im Kindesalter Spaß macht und nicht schadet.

Karate ist mehr als das publikumswirksame Bretter-Zerschlagen bei Schauvorführungen. Die Ursprünge dieses Kampfsports reichen bis ins Jahr 500 zurück. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Lauf der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung.

Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet „Karate-Do“ so viel wie „der Weg der leeren Hand“. Im wörtlichen Sinn heißt das: Der Kämpfer ist waffenlos, seine Hand ist leer.

Was aber ist ein Dojo? „Dojo bezeichnet einen Trainingsraum für verschiedene japanische Kampfkünste wie zum Beispiel Karate, Judo, Kendo, Jujutsu, Iaido oder Aikido. Im übertragenen Sinne steht der Begriff auch für die Gemeinschaft der dort Übenden“, hilft die Enzyklopädie Wikipedia aus.

Am Tag der offenen Tür konnten sich die Besucher davon überzeugen, was der gut 100 Mitglieder starke Verein für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbietet. Dazu gehören etwa ein Formenlauf gegen imaginäre Gegner und der Zweikampf „Kumite“ ohne vorherige Absprache der Techniken. „Kata“ (eine Übungsform eines stilisierten Kampfes) und „Kumite“ wurden von erwachsenen Vereinsmitgliedern eindrucksvoll vorgeführt und natürlich gab es am Ende auch kurze Freikämpfe vor Kampfrichtern.

„Wir bieten derzeit während der Woche neun Trainingseinheiten in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen an, dazu Seminare, Workshops und Sondertrainings an den Wochenenden“, berichtet Vorsitzender Jamal Laudiai, unter dessen Leitung auch das Training stattfindet. Er besitzt er den 4. Dan (Gürtel) und ist einer der Landeskadertrainer. Kraft, Kondition und Fitness können die Sportler auch bei vier weiteren Trainern schulen. Drei von ihnen sind Mitglieder der Nationalmannschaft oder des Landeskaders. Mit im Bunde ist der Zwölftklässler Marvin Bier (18), der schon mit dreieinhalb Jahren zum Karate kam.

Die richtige Kampfsportart finden

Die neue Halle ist wettkampfgerecht ausgestattet, unter anderem mit Spiegelwänden zur Korrektur der Bewegungsabläufe. Zu trainingsfreien Zeiten kann sie auch von Vereinen und Institutionen genutzt werden. Hier findet jetzt auch das Kadertraining für Hessen-Süd statt. „Schön wären auch Kooperationen mit ansässigen Vereinen“, wünscht sich Jamal Laudiai.

Er empfiehlt Karate schon für Kinder ab dem vierten Lebensjahr; der Sport kann bis ins hohe Alter betrieben werden. Das akzeptieren inzwischen auch die Krankenkassen, die Karate als Gesundheitssport anerkennen, insbesondere als Vorbeugung etwa gegen Demenz und bei Verhaltensauffälligkeiten wie ADS bei Schülern.

„Nicht zuletzt spannt Karate eine Brücke zwischen Menschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft, sozialer Stellung als auch Menschen mit Handicap“, betont der Verein: „Der Respekt vor dem Gegner ist oberstes Gebot – so werden aus Kontrahenten Partner.“

Kontakt: 0177/3520987, E-Mail: info@kd-dietzenbach. de

Infos unter www.kd-dietzenbach.de

Quelle: op-online.de

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