Ober-Roden

300 Katzen stolzierten über den „Catwalk“

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Hunderte von Pokalen warteten auf der Bühne der Kulturhalle auf die Champions der Zwischenprüfungen und auf die „Best of All“, die Katze des Tages

Ober-Roden - (chz) Katzenadel gab sich in der Kulturhalle die Ehre: „Toulouse von der Saalburg“, „Duchesse Desirée du Grand Jardin“ und über 300 weitere Champions oder angehende „Von und Zus“ stolzierten über den Laufsteg, der im Englischen bekanntlich „Catwalk“ heißt.

Katzenadel gab sich in der Kulturhalle die Ehre: „Toulouse von der Saalburg“, „Duchesse Desirée du Grand Jardin“ und über 300 weitere Champions oder angehende „Von und Zus“ stolzierten über den Laufsteg, der im Englischen bekanntlich „Catwalk“ heißt. Die Rassekatzen wurden bei der 98. internationalen Ausstellung der KFG, der Katzenfreunde Germania, prämiert.

Die Internationalität der Veranstaltung bewies schon das Parkhaus der Kulturhalle: Autos aus ganz Deutschland und aus vieler Herren Länder; die elf Wertungsrichter kamen aus Spanien, Italien, der Schweiz, Belgien und Deutschland. In mehreren Durchgängen vergaben sie Punkte, kürten Champions in verschiedenen Rassen und Altersklassen und wählten am Ende den „Best of All“, die Katze des Tages sozusagen, die auf der Bühne mit Pokalen, Urkunden und natürlich Futtertüten geehrt wurde.

Einzige Ausstellerin aus Rodgau und Rödermark war Christiane Traut aus Dudenhofen, die mit dem British Shorthair „Vuitton vom Kupferstich“ und dem noch ganz jungen Chocolate Highlander „Bokita van Dacemewi's Choise“ in die Wertung ging. Der kleine Kater liegt ihr mehr am Herzen, da sie ihn selbst gezüchtet hat. 1998 hat sie ihre erste Rassekatze gekauft; in ihrem großzügigen Haus leben derzeit sechs Edelkatzen. „Urlaub ist da natürlich nicht gut drin“, bedauert sie, aber sie lebt gerne für ihre Tiere.

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Ehrgeizig ist Christiane Traut schon, doch sie überfordert ihre Schätze nicht: Für die Bezeichnung „Champion“ fehlten ihnen am Sonntag nur noch jeweils zwei Punkte, welche die belgische Ärztin nach gründlicher Untersuchung auf Agilität, Schönheit, Farbe und vieles mehr vergab. Mehr will Christiane Traut nicht, weshalb sie ihre Neu-Champions auch den Rest des Tages im Käfig ließ und ihnen den Stress eines weiteren Sichtungsdurchgangs erspart.

Umrahmt wurde die Miezen-Messe von einem Angebot an allem, was ein Besitzer seinem vierbeinigen Edelfreund Gutes tun kann, Kratzbäume, „im Sonderangebot nur 500 Euro“, Spielzeug, Nahrungsmittel, und überall die kleinen glänzenden Wedel, mit denen Herrchen oder Frauchen die Lieblinge motiviert, sich doch wenigstens etwas zu bewegen.

Wichtig ist Veranstaltern wie Ausstellern aber immer wieder die Tatsache, dass diese Tiere keineswegs leiden, wenn sie einen Sonntag lang weite Autofahrten und viele Stunden in den engen Käfigen zubringen. Sie ertragen es mit stoischer Ruhe, wie sie sonst ja auch stundenlang auf Sofas oder Sesseln sitzen, und scheinen die Aufmerksamkeit der zahllosen Besucher zu genießen. „Am Eingang werden alle Katzen morgens bereits von einem Tierarzt untersucht - hier wird keine Katze vorher ruhig gestellt“, versicherte KFG-Vorsitzender Andreas Kretschmer-Kraiczek.

Quelle: op-online.de

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