Keine Autobahn Richtung Breidert

Ober-Roden (chz) ‐ In zwei Abschnitten erneuert die Stadt ab April die Forststraße. Die Arbeiten beginnen zwischen Dieburger und Somborer Straße.

Der Magistrat hat den rund 550.000 Euro teuren Auftrag an die Firma Depenbrock vergeben, die 2006/2007 die Grundsanierung der Odenwaldstraße zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt hatte.

„Sollten Sie Probleme haben, wenden Sie sich aber stets an den zuständigen Polier, er hat für alle Ihre Nöte ein offenes Ohr“, versprach Herbert Rupp von der städtischen Tiefbauabteilung bei einer Bürger-Information. Gemeinsam mit Bauleiter Peter Kuschmann erläuterte er die verschiedenen Abschnitte. Jeder Anwohner könne sein Grundstück erreichen, das gelte auch für Rettungsdienst und Feuerwehr.

Die Erneuerung nach jahrelangem Flickwerk soll bis Mitte September und bei guten Wetter- und Bodenverhältnissen vielleicht schon im August abgeschlossen sein. Für den Durchgangsverkehr ist die Forststraße die gesamte Zeit gesperrt.

Versorgungsleitungen wurden rechtzeitig verlegt

Während des ersten Bauabschnitts erfolgt die Umleitung – auch für Busse - von der Dieburger Straße unter der Triftbrücke hindurch über Rödermark- und Breidertring. An der Einmündung in die Dieburger Straße wird eine Ampel aufgestellt, versprach Stephan Brockmann vom Ordnungsamt. Danach wird die Sperrung umgedreht. Nur die endgültige Fahrbahndecke wird durchgehend aufgetragen – das wird etwa zwei Tage dauern, in denen die Forststraße komplett dicht ist.

Versorgungsleitungen wurden rechtzeitig verlegt; die Telekom baut noch ein Leerrohr für schnelle Datenleitungen ein. Die Mittelinsel wird als Querungshilfe beibehalten. Die Bäume werden gefällt, da sie den Zuschussbestimmungen des Landes widersprechen, dafür werden größere Grünflächen eingeplant. Die Bürgersteige werden teilweise etwas verbreitert, geparkt werden kann an beiden Straßenseiten. Die Fahrspur behält ihre Breite bei; für Fahrradwege ist die Forststraße zu schmal.

Die Anlieger sorgten sich vor allem um die Zufahrten zur Ahornstraße und informierten sich über Flüsterasphalt, Parkbuchten oder Verkehrsberuhigung: „Ich sehe schon eine kleine Autobahn Richtung Breidert“, befürchtete ein Bürger. Diese Sorge versuchten Kuschmann, Rupp und Bürgermeister Roland Kern zu zerstreuen, Hoffnung auf eine Tempo-30-Zone konnten sie jedoch nicht machen. Auch die passt nicht in die Wiesbadener Zuschussrichtlinien.

Quelle: op-online.de

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