Kerb kann kommen

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Auf dem Hof der Familie Geis hielten die Kerbborsche und –meedsche gemeinsam mit der Kerbkommission ihre Singstund’ ab und präsentierten die Kerbpopp 2009: „B...“.

Urberach - (chz) Mild und erwartungsvoll lächelt Kerbpuppe „B...“, die das Geheimnis um ihren Name noch nicht gelüftet hat, und freut sich schon: In ein paar Tagen wird sie hoch droben im Kerbbaum sitzen und das Geschehen zu ihren Füßen betrachten.

Fein gemacht haben sich auch schon die Mitglieder der Kerbkommission und vor allem Kerbborsche und -meedsche, die schon ihre Hüte geschmückt haben und darauf lauern, dass es los geht - traditionell mit dem Baumbeschaffen und -schmücken und dann am Vorabend mit dem feierlichen Abholen der Fahne im Töpfermuseum und dem anschließenden Besuch bei den Kerbeltern, die alle ein Bäumchen gesetzt bekommen.

Jenny Ahnert, Julia Baumgartl, Ann-Kathrin Geis, Lars Gerlach, Julia Heckert, Patrick Hoffmann, Michael Weimann und Angela Ziegert und nicht zuletzt Kerbvadder Jan Wilde werden dann am Samstag ab 15 Uhr auf dem Dalles empfangen. Begleitet vom Musikverein 06 stecken sie dort den Kerbstrauß und warten, bis der Erste Stadtrat Alexander Sturm das erste Fass anzapft. Dann geht's durch die Zelte, bis gegen 22 Uhr ein rauschendes Feuerwerk der Kerbpopp um die Ohren knallen wird.

Ausschlafen ist nicht angesagt: Am Kerbsonntag kehren die jungen Brauchtumsfreudne erst gemeinsam die Gass', ehe sie in die Kirche gehen. Ab 15 Uhr erwarten Moderator Werner Popp und der Musikzug der TG Ober-Roden Kerbkommission, Kerbmeedsche und -borsche wieder am Dalles - dann gilt es für den Kerbvadder, den Kerbspruch zu verkünden.

Besonderheit: drei Tage Kinderkerb

Einen Kerbumzug gibt's diesmal nicht. „In den letzten Jahren waren mehr Leut am Kerbumzug beteiligt als uff der Gass!“, erläuterte Kommissionsmitglied Dieter Hüllmandel. Außerdem steht eh ein größeres Jubiläum der Kerb fast schon vor der Tür - dann wird wieder durch Orwischs Straßen gezogen. Bis dahin aber wird das Bühnenprogramm verstärkt: am Samstag mit Karaoke im Zelt des Musikvereins, am Sonntag im KSV-Zelt. Dann darf durchgefeiert werden - bis zum Frühschoppen bei den Wirten und Vereinen am „blauen“ Montag und gleich weiter, bis um 18 Uhr der Kerbbaum wieder amerikanisch versteigert wird.

Besonderheit in diesem Jahr: drei Tage Kinderkerb. Die Jugendfeuerwehr und Förderverein der Kita Am Taubhaus werden rund um die Kelterscheune ein abwechslungsreiches Programm für die Jüngsten anbieten. Auch wieder unterwegs sind die „Clean Scouts“ der Stadtjugendpflege, die Koma-Saufen und ähnliche Auswüchse verhindern wollen.

Und Sammlern sei versprochen: es gibt sie auch wieder, die traditionellen von Peter Michael Winter gestalteten Kerbbuttons - für fünf Euro in Ton und für einen Euro in Metall.

Quelle: op-online.de

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