Baum auf dem Marktplatz

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Auf dem neu gestalteten Marktplatz gibt’s nun auch wieder einen Standort für den Kerbbaum. Mit vereinten Kräften wuchteten die Mitglieder des Kerbvereins erstmals seit über zehn Jahren wieder eine Birke in die Halterung.

Ober-Roden ‐ Seit Freitagabend feiern die Rödermärker Kerb in Ober-Rodens neuer Mitte. Heute Abend geht das Volksfest mit der Verbrennung von Kerbborsch „Schorsch“ zu Ende. Von Christine Ziesecke

Langsam kam die Ober-Röder Kerb in Gang, ganz vorsichtig und zurückhaltend näherten sich die Ober-Röder ihrer „neuen“ Kerb im umgestalteten Ortskern. Los war am Freitagabend nur etwas bei irischer Musik von „An Cat Dubh“ im Zelt des Kerbvereins und bei DJ Adi im Germania-Zelt.

Die Kerb in Bildern:

Kerb in Ober-Roden

Trotz lausiger Kälte wurde der Kerbsamstag dann zu einem guten Kerbtag. „Daniel“ heißt der diesjährige Quetschebaum, der im Kerbwald in guter alter Tradition gepflanzt wurde, und er erinnert an den im Mai diesen Jahres überraschend verstorbenen Kerbburschen Daniel Hilger. „Er war nicht irgendwer, sondern war aktiv und passiv ein Bestandteil dieser Kerb. Er war immer so freundlich und hilfsbereit“, erinnerte Bernd Krickser und überreichte den Eltern eine Urkunde über den Baum.

Nach über zehn Jahren wurde der Kerbbaum erstmals wieder mitten auf dem Marktplatz gesetzt: kerzengrade mit direktem Blick auf St. Nazarius und eher etwas kleiner, was auch gleich die Frozzler auf den Plan rief: „Den klaut diesmal keiner; die Orwischer erkennen den nicht mal als Kerbbaum!“

Zelte verbreiteten eher unsortierten Charme

Doch so recht erschließt sich der Reiz der „neuen Kerb“ im umgestalteten Ortskern dem Besucher noch nicht. Auf dem freien Platz vor dem Marktbrunnen herrschte meist gähnende Leere, während die Schwerpunkte wie eh und je am Autoscooter und an den engsten Stellen zwischen den Zelten waren. Die Zelte selbst wirkten noch recht willkürlich im Raum verteilt und verbreiteten einen eher unsortierten Charme.

Wer mit offenen Augen über die Kerbmeile lief, konnte auch viel Amüsantes entdecken, egal ob den DJ im kommerziell bewirtschafteten und stets gut besetzten Dinjer-Hof, der wie ein Huhn auf der Stange aus dem obersten Scheunenfenster heraus seine Scheiben auflegte, oder die Galerie „Fleisch und Kunst“ rund um die frühere Metzgerei von Karl-Heinz Schrod.

Quelle: op-online.de

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