Zur Kerb sogar ein Riesenrad

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Sie bringen ihre gewichtige Erfahrung in die Kerb ein: die Kerbborsche und -meedsche sowie die Kerbkommission.

Urberach - Das Geheimnis um den Namen der diesjährigen Kerbpuppe ist noch nicht gelüftet, doch in zwei Wochen wird sie hoch droben im Kerbbaum sitzen und das Orwischer Kerbgeschehen zu ihren Füßen betrachten. Von Christine Ziesecke

Hoch hinaus können in diesem Jahr aber erstmalig auch die Kerbbesucher. Ein 30 Meter hohes Riesenrad auf dem Platz neben der Sparkasse wird völlig neue Ein- und Ausblicke ermöglichen. Der Kerbverein freut sich besonders, dass ihm diese Premiere zur 30. Orwischer Kerb nach neuer Zählung und zur 176. insgesamt glückt. „Aus 30 Meter Höhe sieht man schon einiges!“.

Traditionell los geht’s für die Kerbburschen und -mädchen mit dem Baumbeschaffen und -schmücken und am Vorabend mit dem feierlichen Abholen der Fahne im Töpfermuseum und dem anschließenden Besuch bei den Kerbeltern, die alle ein Bäumchen gesetzt bekommen.

Richtig los für die Kerbbesucher geht’s diesmal bei hoffentlich schönem Wetter am Freitag, 2. September, um 19.30 Uhr vor dem Gasthaus „Zum goldenen Löwen“. Dorthin lädt der Heimat- und Geschichtsverein zum historischen Szenenspiel „Der Schinderhannes in Orwisch“ ein. Die Eppertshäuser Gruppe Saytensprung wird das Geschehen musikalisch untermalen, eine historische Postkutsche wird die Kulisse perfekt machen.

Bei der öffentlichen Singstunde schon fleißig geübt

Am Samstag Mittag geht’s dann ab 14.45 Uhr auf dem Dalles weiter. Die Kerbborsche und -meedsche, die bei der öffentlichen Singstunde auf dem Hof der Familie Kreis schon fleißig geübt haben, ziehen ein und werden den eigentlichen Kerbborsch inthronisieren. Mehr als das „D“ am Anfang seines Vornamens ist von ihm noch nicht bekannt. Begleitet vom Jugendorchester des Musikvereins 06 Urberach und moderiert von Kerb-Urgestein Werner Popp erwartet die Kerbkommission gemeinsam mit allen Besuchern den Bieranstich, der Erstem Stadtrat Alexander Sturm sicher gelingen wird. Mit dem traditionellen Kerbstraußstecken und dem Eintauchen ins bunte Kerbtreiben quer durch alle Zelte geht’s weiter, bis um 22 Uhr ein rauschendes Feuerwerk hinter der Galluskirche hochsteigt. Mit dabei werden dann wie übers ganze Wochenende auch wieder die rot gekleideten Clean Scouts der Rödermärker Jugendarbeit sein, die Präventionsarbeit gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen betreiben.

Hier gibt es weitere Infos zur Kerb

Ausschlafen ist nicht angesagt. Am Kerbsonntag wird ab 7.30 Uhr erst gemeinsam die Gass’ gefegt, ehe es in die Kirche geht. Um 14.30 Uhr startet der Kerbumzug vor der Kelterei Schwarzkopf. Über Darmstädter Straße, Töpferstraße, Traminer und Robert-Bloch-Straße wird er sich vorbei an hoffentlich festlich geschmückten Häusern über die Wagner- und Bahnhofstraße zum Dalles hinbewegen.

Gegen 15.30 Uhr wird dort endlich das große Fanal erklingen: „Die Orwischer Kerb is do“– dann gilt es für den Kerbvadder, den Kerbspruch zu verkünden. Danach darf durchgefeiert werden – bis zum Frühschoppen bei den Wirten und Vereinen am „blauen“ Montag und gleich weiter, bis um 18 Uhr am Dalles der Kerbbaum wieder amerikanisch versteigert wird.

Der große Spaß Orwischer Kerb hat natürlich auch seine Auswirkungen auf den Verkehr. Die Festmeile wird von Donnerstag, 1. September, um 19 Uhr bis Dienstag, 6. September, um 12 Uhr gesperrt sein.

Quelle: op-online.de

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