„Chrischtof“ lacht vom Kerbbaum

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Beim „Hersch-Wert” im Hof sorgten die Kerbborsche und –meedscher für frischgepressten Apfelmost, angeleitet von Kerbkommissionsmitglied Horst-Peter Knapp.

Urberach ‐ In diesem Jahr nehmen die Urberacher und ihre Besucher ihre Kerb voll und ganz an – die Straße zwischen Gallus-Kirche und Sparkasse erlebte bislang ebenso wie die angrenzenden Wirtschaften und Vereinszelte einen ungewöhnlich großen Menschenandrang.

Im Mittelpunkt wie immer der „Dalles“ steht, das Herzstück der Orwischer Kerbtradition. Umrahmt vom Jugendorchester des Musikvereins 06 und unterstützt von der Jugendfeuerwehr, gaben am Samstagnachmittag die Kerbburschen und –mädchen sowie die Mitglieder der Kerbkommission den Startschuss: nun sitzt Kerbbursch „Chrischtof“ hoch über dem Geschehen im Kerbbaum und bestaunt das lebhafte Treiben auf der Gasse etliche Meter tiefer.

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Urberacher Kerb

Unter den faszinierten Blicken der neuen Michelsbräu-Geschäftsführerin Cathérine von Schoen samt Sohn Gustav und zahlreicher Promi-Gäste aus Kirche und Politik weitete sich der Anstich des ersten Fasses zu einem feucht-fröhlichen Erlebnis aus. Mehreren Angriffen des Ersten Stadtrats Alexander Sturm hielt es zunächst herzhaft stand, um dann mit einem weiten Spritzer alle Umstehenden eine Biertaufe zu verpassen. „Das Bier wollte endlich unters Volk“, lautete die einleuchtende Begründung von Moderator Werner Popp.

Im Laufe des Samstag Abends füllten sich die Zelte zunehmend, je nach Musik drängten sich die Besucher auf den Tanzflächen. Höhepunkt dabei wie alljährlich der Stand der Offenen Arbeit: beim Auftritt der Band „Melibokus“ ging nichts mehr auf dem traditionellen Platz.

Gratis Alka Seltzer

Doch auch die Jüngsten waren mit Kinder- und Kettenkarussell und den althergebrachten Belustigungen von Entenangeln bis Zuckerwatte gut versogt. In ganz neuen Dimensionen zeigte sich das nächtliche Feuerwerk – es regnete aus ungeahnter Höhe auf die staunenden und beeindruckten Kerbgäste nieder und sorgte für viele „Aahs“ und „Oohs“.

Die rot-gewandetem „Clean Scouts“ der städtischen Jugendpflege hatten nicht nur an den späten Abenden ausreichend Grund zu Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen, doch die für Hochprozentiges zu jungen Kerbgäste schütteten ihre oft mitgebrachten Schätze schweren Herzens meist umgehend aus.

Einfühlsam zeigte sich dagegen die Apotheke am Rathaus, in deren Tür ein großes Schild besagte: „An alle Kerbborsche und Kerbmedsche: Bei uns gibt’s gratis Alka Seltzer gegen ferschterlisch dicke Kerb-Köpp!“

Quelle: op-online.de

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